Aue bleibt daheim ungeschlagen, aber verspielt spät den Sieg

Aue - Es bleibt dabei: Aue bleibt in dieser Saison daheim ungeschlagen - und kann gegen Heidenheim nicht gewinnen.

Torhüter Martin Männel rettet nach einem Kopfball der Heidenheimer.
Torhüter Martin Männel rettet nach einem Kopfball der Heidenheimer.  © picture point/Sven Sonntag

Vor 8700 Zuschauern trennten sich die Veilchen in einem intensiven Spiel leistungsgerecht 1:1 (0:0). Philipp Riese (54.) brachte Aue in Führung, Stefan Schimmer (88.) glich spät aus. Der FCE bleibt damit mit nun 19 Punkten Vierter in der Tabelle.

Dirk Schuster wechselte gegenüber dem 1:2 im Pokal in Düsseldorf dreimal: Pascal Testroet, Florian Krüger und Louis Samson mussten auf die Bank, dafür spielten Philipp Zulechner, Tom Baumgart und Jan Hochscheidt.

Es war ein reines Taktik- und Kampfspiel zwischen den Strafräumen. Die beiden Teams schenkten sich nichts, weder ein Stückchen Raum noch in den robust geführten Zweikämpfen.

Es ging ordentlich zur Sache, viele Fouls brachten keinen Spielfluss zustande. Zudem scheuten die zwei Mannschaften das Risiko, daher war es eine Partie für Taktikfüchse, aber keine für Fußball-Ästheten.

Aue gegen Heidenheim: Gefahr vor allem bei ruhenden Bällen

Maurice Multhaup vom 1. FC Heidenheim im Zweikampf mit Philipp Riese vom FC Erzgebirge Aue.
Maurice Multhaup vom 1. FC Heidenheim im Zweikampf mit Philipp Riese vom FC Erzgebirge Aue.  © picture point/Sven Sonntag

Gefahr entstand in der Tat nur bei ruhenden Bällen. Die beste Chance hatte dabei Heidenheim. Nach einem Freistoß von Norman Theuerkauf schraubte sich Arne Feick (39.) hoch, doch Martin Männel fuhr seinen linken Flügel aus und lenkte die Kugel spektakulär über die Latte.

Die zweite Hälfte begann ähnlich schleppend, erfuhr aber bald seinen ersten Höhepunkt. Aue trug einen Angriff mal blitzschnell vor. Tom Baumgart rettete Dimitrij Nazarovs Flanke vor dem Toraus. Zulechner spielte auf Calogero Rizzuto, der den Ball Philipp Riese (54.) auflegte. Er schlenzte die Kugel aus 18 Metern herrlich in die lange Ecke - Traumtor!

Doch mit 1:0-Führungen war es zuletzt so eine Sache. In Sandhausen gab es danach ein 2:2, in Düsseldorf ein 1:2. Vorsicht war also geboten. Gerade gegen Heidenheim, das erst aufgibt, wenn der Bus abfährt.

Der 1. FC kam jetzt auch mit Wucht, Aue schaffte es selten, sich zu befreien. Bei Tim Kleindiensts Schuss aus zehn Metern klärte Männel (61.) prächtig mit dem linken Bein, bei Feicks Versuch (67.) wäre er machtlos gewesen, das Leder zischte einen Hauch am Pfosten vorbei.

Es war nun ein Spiel auf Messers Schneide, Heidenheim rannte an, Aue konterte, ließ aber beste Möglichkeiten durch den eingewechselten Pascal Testroet (72.) und Dimitrij Nazarov (78.) liegen. Und das rächte sich. Nach einem Einwurf (!) verlängerte Heidenheim zweimal per Kopf, Sören Gonther wischte den Ball zu Stefan Schimmer (88.), der die Kugel aus sechs Metern volley in die Maschen drosch.

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