Bei den Veilchen stimmt es derzeit hinten und vorne nicht

Aue - Das 1:2 in Bielefeld war die dritte Pleite in Folge! In dieser Saison allerdings nichts Neues beim FCE. Das gab es in der Hinrunde schon einmal.

Martin Männel war machtlos.
Martin Männel war machtlos.  © Picture Point/S. Sonntag

Halt! War da nicht was? Genau, den Dreier-Niederlagen-Pack gab es gegen Heidenheim, den HSV und Bochum - die nächsten drei Gegner. Man muss nach den letzten Wochen schon ein Urvertrauen ins Team haben, um an Punktezuwachs zu glauben.

Derzeit stimmt hinten und vorne nichts bei den Veilchen - und das buchstäblich. Die einst so gerühmte Abwehr patzt immer wieder entscheidend, wird aber gerade von den Außen im Mittelfeld auch nicht genügend unterstützt - der nächste Schwachpunkt. Das Schlimme: Die Gegner wissen das mittlerweile. Und auch wenn gegen Dresden in der ersten und in Bielefeld in der zweiten Hälfte spielerisch vieles gut aussah, es fehlte die Zielstrebigkeit. Aue suchte einfach zu selten den Abschluss. "Wir hatten auch bei der Arminia Szenen in Strafraumnähe, wo der Zug zum Tor nicht da war", moniert Trainer Daniel Meyer. "Es fehlt etwas."

Gemeint haben dürfte er dabei zum Beispiel Emmanuel Iyoha, der im ersten Durchgang in herrlicher Position war. Statt im Sprint durchzulaufen und allein aufs Tor zuzugehen, bog er ab und spielte den Ball zurück. Das ist aber nur eins von mehreren Beispielen.

Trainer Daniel Meyer muss die Truppe nun aufrichten.
Trainer Daniel Meyer muss die Truppe nun aufrichten.

In der Abwehr sorgten zwei dicke Patzer für beide Gegentore. Eine Konzentrationsschwäche wie von Filip Kusic darf nach sechs Minuten nicht passieren. Punkt! Aus! Daraus entstand das 0:1, als er den Ball an Fabian Klos vertändelte.

Auch wenn Meyer zugibt, dass Kusic durch seine Dauer-Einsätze in der Rückrunde (alle Partien über 90 Minuten) müde und überspielt wirkt. Nicht nach sechs Minuten und wenn dem so ist, dann darf er nicht spielen!

Dass dann noch ein Torhüter mit einem 80-Meter-Pass, der eine Ewigkeit in der Luft war und mit Schnee darauf herunterkam, das 2:0 für den DSC vorbereitete, setzte dem Ganzen die Krone auf. "Da haben wir kollektiv geschlafen. Genau diese Situationen haben wir im Vorfeld angesprochen. Das darf nicht sein. Wenn du solche Fehler machst, dann holst du eben auch keine Punkte", so Meyer.

Er muss die Truppe nun aufrichten, stark reden. Vor zwei Wochen war es noch die beste Zweitligasaison seit acht Jahren. Im Moment sieht es eher nach der gewohnten Zitterpartie aus...

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