Für die kommende Saison: Aue plant mit 20 Millionen

AUE - Die wirtschaftlichen Hausaufgaben sind gemacht! Der FC Erzgebirge hat die Lizenzunterlagen für die Zweitliga-Spielzeit 2020/21 erstellt. Bevor sie bis zum Stichtag 15. März bei der DFL eingereicht werden, braucht es noch die Bestätigung durch einen Wirtschaftsprüfer.

Aus den TV-Fleischtöpfen der DFL gibt es für Aue in der 2. Liga zwischen neun und zehn Millionen Euro. Jetzt muss nur noch der Ligaverbleib gesichert werden.
Aus den TV-Fleischtöpfen der DFL gibt es für Aue in der 2. Liga zwischen neun und zehn Millionen Euro. Jetzt muss nur noch der Ligaverbleib gesichert werden.  © imago images/Frank Kruczynski

TAG24 kennt die wichtigsten Zahlen. So plant Aue für die 2. Bundesliga mit einem Vereinsetat von rund 20 Millionen Euro. Knapp die Hälfte, also rund zehn Mio. Euro, entfallen auf die Profi-Abteilung. Aus der TV-Vermarktung fließen neun bis zehn Millionen Euro. Sponsoring und Hospitality erbringen drei Millionen Euro.

"Das entspricht der Planung für die laufende Spielzeit und spiegelt eine wirtschaftlich solide Entwicklung wieder", betont FCE-Geschäftsführer Michael Voigt. Die Lila-Weißen peilen wie in den Vorjahren einen ausgeglichenen Haushalt an, ein finanzielles Vabanquespiel ist tabu.

"Es zeichnet unseren Verein aus, dass wir nicht über den Verhältnissen leben", unterstreicht Voigt: "Im Ligavergleich befinden wir uns mit dem geplanten Etat sicherlich wieder im unteren Drittel, was bedeutet, dass wir an unserer Philosophie festhalten werden, junge talentierte Spieler zu verpflichten, weiterzuentwickeln und dann zu transferieren, wie es beispielsweise bei Pascal Köpke der Fall war."

Haben sich die Veilchen für einen Platz in der 1. Bundesliga vorbereitet?

Die Lokführer des FC Erzgebirge haben wieder ganze Arbeit geleistet: Präsident Helge Leonhardt (l.) und Geschäftsführer Michael Voigt.
Die Lokführer des FC Erzgebirge haben wieder ganze Arbeit geleistet: Präsident Helge Leonhardt (l.) und Geschäftsführer Michael Voigt.  © picture point/Sven Sonntag

Vor vier Wochen lagen die Veilchen nur zwei Zähler hinter einem direkten Aufstiegsplatz. Haben sie sich auch für einen Platz in der 1. Bundesliga vorbereitet? "Es wäre naiv gewesen im Zuge dieser Momentaufnahme freudestrahlend die Lizenz für die 1. Liga abzugeben. Sollte sich bis Mitte März noch etwas entwickeln, könnten wir aber reagieren", bleibt Voigt realistisch.

Für den Abstiegsfall haben sie beim Kumpelverein dagegen eine konkrete Rechnung aufgemacht. In der 3. Liga wären die obigen Zahlen freilich nicht mehr zu halten. Alleine die fehlende Vergütung der Fernsehgelder käme Aue teuer zu stehen.

Rund acht Millionen Euro gingen flöten. Entsprechend konservativ fiel die Kalkulation für die Drittliga-Lizenz aus, die Aue, wie in den Vorjahren, der Form halber ebenfalls beantragte.

"In diesem Fall würde sich der Gesamtetat etwas mehr als halbieren", berichtet Voigt. Zwischen neun bis zehn Mio. Euro stünden zur Verfügung, davon etwa 3,5 Mio. Euro für die Profis.

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