Ob Sieg, ob Niederlage: Öffentlich bleibt Aue-Coach Drews ruhig

Schlechte Leistung, klare Niederlage - aber FCE-Coach Hannes Drews blieb dennoch ruhig und sachlich.
Schlechte Leistung, klare Niederlage - aber FCE-Coach Hannes Drews blieb dennoch ruhig und sachlich.  © Picture Point

Aue - Hannes Drews bekam nach dem 0:3 in Duisburg Honig auf sein Butterbrot geschmiert. Sein Gegenüber Ilia Gruev lobte die neue Trainer-Generation um den Aue-Coach und ihn besonders. "Er macht einen hervorragenden Job, Glückwunsch", sagte er. Drews nickte lächelnd, obwohl ihm innerlich eher nach heulen war.

Und genau das ist auch ein kleines bisschen das Problem der aufstrebenden Trainergarde. Ob Sieg, ob Niederlage: Es ist nicht zu erkennen, wie es in ihnen aussieht. Das war schon bei Domenico Tedesco so und ist bei Drews nicht anders. Völlig ruhig analysierte er die Partie. Kritik an der Mannschaft gab es aber so gut wie keine. "Wenn man sich die erste Halbzeit anschaut, da haben wir zu passiv agiert, haben den Gegner spielen lassen. Wir wollten aus einer guten Kompaktheit an Ballgewinne kommen. Das ist uns nicht gelungen", sagte er: "In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, aktiver zu sein, Druck auszuüben, dann kommt der Doppelschlag. Für uns gilt es, das Spiel knallhart zu analysieren und zu schauen, wo wir Fehler gemacht haben."

Viel mehr sagte Drews nicht. Dabei hätte man sich gerade nach diesem schwachen Auftritt mal gewünscht, dass der 35-Jährige mit der Faust auf den Tisch haut, laut wird, mehr Kritikpunkte anbringt. Einfach, dass er sich Gehör verschafft. So, dass seine Jungs auch öffentlich und lautstark zu Gehör bekommen, was alles schieflief. Und das war an der Wedau so ziemlich alles.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Starken Auftritten folgen immer wieder schwache. Die einzige Konstante ist die nicht vorhanden Konstanz. Ausgerechnet immer in jenen Momenten, wenn sich Aue befreien, sich absetzen könnte. Immer dann, wenn der Druck des Gewinnenmüssens nicht allzu hoch ist. Doch der FCE funktioniert anscheinend nur in solchen Situationen. Und diese ist jetzt wieder da. Jeder Fan kann sich sicher sein, gegen Bochum wird Aue ein anderes Gesicht zeigen, weil es muss. Der Vorsprung nach unten ist jetzt nämlich wieder weg.


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