Aues Hinrunde-Bilanz: "Wir sind im Soll, aber das Optimum war es nicht!"

Aue - Das 2:2 zum Hinrunden-Abschluss gegen Darmstadt war das Spiegelbild der ersten 17 Spiele. Mal himmelhochjauchzen, mal zu Tode betrübt - dazwischen lagen nur Nuancen. Es ging von unten nach oben, von oben nach unten.

FCE-Trainer Daniel Meyer ballt die Fäuste. Fünf Siege konnten seinen Jungs einfahren. Die braucht es in der Rückrunde auch dringend - wenn es geht ein, zwei mehr.
FCE-Trainer Daniel Meyer ballt die Fäuste. Fünf Siege konnten seinen Jungs einfahren. Die braucht es in der Rückrunde auch dringend - wenn es geht ein, zwei mehr.  © Picture Point/Gabor Krieg

Unerwarteten Punktverlusten folgten überraschende Gewinne. Am Ende steht Rang zwölf mit 19 Zählern - derzeit weit weg vom bösen Ende.

"Durchwachsen" nennt Abwehrchef Steve Breitkreuz die Vorrunde. "Irgendwie hecheln wir immer noch den ersten vier Spielen hinterher."

Aue musste dreimal auswärts ran, verlor immer. Dazu kam das 0:0 daheim gegen Magdeburg. "Da fehlen uns ein paar Punkte", so Breitkreuz, der zu diesem Zeitpunkt noch verletzt fehlte. "Aber ich finde schon, dass wir uns im Laufe der Vorrunde gefangen haben, hintenraus deutlich stabiler aufgetreten sind und regelmäßig gepunktet haben."

Er selbst war ein wichtiger Faktor. Die letzte Niederlage gab es in Bochum beim unglücklichen 1:2 zehn Sekunden vor Schluss, Breitkreuz musste weit vor der Pause raus. Mit ihm folgten wieder fünf Punkte in drei Spielen.

Klasse Tat des Kapitäns! Martin Männel lenkte den Schuss von Serdan Dursun (M.) mit den Fingerspitzen an den Pfosten, 15 Sekunden später ging Aue 1:0 in Führung.
Klasse Tat des Kapitäns! Martin Männel lenkte den Schuss von Serdan Dursun (M.) mit den Fingerspitzen an den Pfosten, 15 Sekunden später ging Aue 1:0 in Führung.  © picture point/Sven Sonntag

Für Trainer Daniel Meyer "war es eine wilde Fahrt. 19 Punkte sind okay. Der Abstand nach unten ist gegeben. Trotzdem bleibt ein bisschen das Gefühl, dass ein paar Punkte mehr drin gewesen wären. Nicht nur gegen Darmstadt, sondern auch rückblickend auf andere Partien".

Meyer meint sicher die vermeidbaren Niederlagen bei Schlusslicht Ingolstadt (2:3 - der einzige Sieg für den FCI!) und daheim gegen den Tabellen-16. Sandhausen (0:2).

"Wir können es jetzt nicht mehr ändern, wir nehmen das so mit. Ich denke, es ist eine gute Basis. Wenn man die 40 Punkte anpeilt, ist es Stand jetzt einer zu wenig. Aber ich bin optimistisch, dass unsere Entwicklung nicht abgeschlossen ist. Wir sind sicherlich im Soll, aber es war nicht das Optimum", so Meyer.

Ähnlich sieht es Kapitän Martin Männel: "Wenn man die letzten Jahre sieht, ist das eine gute Ausgangsposition. Aber es ist eng. Es war für uns alles dabei - glückliche Siege, unglückliche Niederlagen. Wir müssen den Abstand nach unten wahren, gegen Union damit anfangen. Ich gehe davon aus, dass einige da unten noch Serien starten. Da müssen wir gegenhalten."

mmer hart am Gegenspieler, egal, ob es es rummst! Steve Breitkreuz (r.) stößt mit Darmstadts Johannes Wurtz zusammen. Nach kurzer Behandlung ging es weiter, Wurtz musste zur Pause mit einer Gehirnerschütterung raus.
mmer hart am Gegenspieler, egal, ob es es rummst! Steve Breitkreuz (r.) stößt mit Darmstadts Johannes Wurtz zusammen. Nach kurzer Behandlung ging es weiter, Wurtz musste zur Pause mit einer Gehirnerschütterung raus.  © Imago

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