Aus diesem Grund bleibt Hannes Drews in Aue

Ein nachdenklicher Trainer: Hannes Drews machte zuletzt mit seinen "Veilchen" eine schwierige Zeit durch, die auch am 35-Jährigen nicht spurlos vorübergegangen ist.
Ein nachdenklicher Trainer: Hannes Drews machte zuletzt mit seinen "Veilchen" eine schwierige Zeit durch, die auch am 35-Jährigen nicht spurlos vorübergegangen ist.  © DPA

Aue - Hannes Drews hat nicht gekniffen. Er bleibt Trainer des FC Erzgebirge. Der 35-Jährige bereitet nun die Mannschaft auf das so wichtige Heimspiel am Sonntag gegen den FC Ingolstadt vor.

Im Interview mit TAG24 verrät er, wie es ihm geht und warum er sich entschieden hat, weiterzumachen.

Herr Drews, Ihre Worte vom Freitag nach dem 1:4 in Nürnberg ließen auf einen Rückschritt schließen. Sie haben sich anders entschieden. Warum?

Drews: "Letztendlich war es von mir gewollt zu sagen, dass wir uns alle hinterfragen und schauen müssen, was das Beste für den Verein ist. Wenn er gesagt hätte, es geht nicht weiter, dann hätte ich das mitgetragen. Es geht nicht um mich, sondern um Aue. Ich habe mich etwas ungeschickt ausgedrückt."

Trotzdem bleibt die Frage nach dem Warum?

Drews: "Ich habe den Zuspruch gespürt. Präsident Helge Leonhardt hat lange mit mir gesprochen, hat mir Mut gemacht. Aus der Mannschaft habe ich die totale Rückendeckung bekommen. Die Spieler kamen auf mich zu und haben mit mir gesprochen. Es gab ein klares Echo vom Team. Das tat gut. Das alles hat mich bestärkt weiterzumachen."

Hannes Drews war nach der Pleite in Nürnberg völlig fertig - aus der Auer Fankurve war wohl auch nicht nur Zuspruch gekommen...
Hannes Drews war nach der Pleite in Nürnberg völlig fertig - aus der Auer Fankurve war wohl auch nicht nur Zuspruch gekommen...  © Picture Point

Als Sie nach dem Spiel aus der Aue Fankurve kamen, sahen Sie nicht gut aus, um nicht zu sagen völlig fertig.

Drews: "Das war ich. Zum einen hat mich die Niederlage getroffen, ich war bitter enttäuscht. Auch generell war ich geschafft. Die drei Spiele in den neun Tagen und das ganze Drumherum nach den Niederlagen, das hat Kraft gekostet. Jetzt hatte ich wie die Spieler eineinhalb Tage frei, habe vieles reflektiert. Jetzt ist der Akku wieder voll."

Haben Sie beim Reflektieren auch die Gründe für den Fehlstart gefunden?

Drews: "Ja, natürlich, aber das wären jetzt zu viele Details. Wer auf die Statistiken der letzten Spiele schaut, sieht, dass es Kleinigkeiten waren. Wir haben auf der einen Seite kein Schussglück, auf der anderen Seite wird derzeit jeder Fehler von uns eiskalt bestraft. Das war in der Hinrunde noch anders, siehe Ingolstadt. Wer da auf die nackten Zahlen schaut, hätte nicht auf einen Sieg von uns getippt. Der FCI hatte zig Chancen, wir haben 2:1 gewonnen. Dieses Glück müssen wir uns wieder erarbeiten."

Apropos Ingolstadt. Das war Ihre erste Partie als Cheftrainer, jetzt steht das Rückspiel an. Nun haben Sie jeden Gegner schon einmal bespielt, es ist nichts mehr neu für Sie. Ein Vorteil?

Drews: "Weiß ich nicht. Es ist wird trotzdem vieles neu bleiben, vor allem was den Gegner und dessen Spielweise betrifft. Viele, siehe Braunschweig, haben sich auf uns eingestellt, kopieren unser System und sind so erfolgreich. Das ist gerade in dieser unglaublichen Ausgeglichenheit der Liga brutal. Wir müssen nun Lösungen finden. Das werden wir. Und wir werden alles für den Klassenerhalt geben. "


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