Entscheidung gefallen! Das wird aus Aue-Coach Drews

Hannes Drews wird weiter Trainer in Aue bleiben.
Hannes Drews wird weiter Trainer in Aue bleiben.  © Picture Point

Aue- Auf das 15 Uhr-Training am Montag haben die Fans gespannt gewartet: Ist Hannes Drews noch da oder nicht? Ist er! Der 35-Jährige bleibt Cheftrainer des FC Erzgebirge. "Ich habe ihm mein vollstes Vertrauen ausgesprochen", sagte Präsident Helge Leonhardt auf Nachfrage.

Drews hatte am Freitag nach dem 1:4 in Nürnberg offen gelassen, ob er weitermacht oder nicht. "Es kann in beide Richtung gehen", sagte er.

Der Coach und der Verein haben sich nach zwei Tagen Überlegungszeit dazu entschlossen, gemeinsam in eine Richtung zu gehen. "Ich habe bewusst alle 48 Stunden in Ruhe gelassen, Trainer, Trainerteam und die Spieler.

Am Montag habe ich mich mit Hannes zu einem einstündigen, sehr persönlichen Gespräch getroffen", so Leonhardt. Dieses startete er mit der Frage: Traust du dir das zu, uns zum Klassenerhalt zu führen? "Das wollte ich von ihm wissen. Er hat mit ja geantwortet. Und das ist auch meine Wahrnehmung, er schafft das, wir schaffen das", gab sich der Präsident kämpferisch.

Aue-Präsident Helge Leonhardt hat offiziell bestätigt, dass Drews Trainer bleibt.
Aue-Präsident Helge Leonhardt hat offiziell bestätigt, dass Drews Trainer bleibt.  © Picture Point

Der Trainer, der seit dem 8. September des Vorjahres im Amt ist, hat laut Leonhardt auch eigene Fehler eingestanden, vor allem was seine Körpersprache betrifft. "Hannes hat sich für das entgegengebrachte Vertrauen bedankt. Ich werde mit diesem Trainer weitergehen, auch wenn das der Mainstream anders sieht. Aber diese Leute sind auch nicht nah genug dran. Ich kann nicht immer die Trainer wechseln, ich bin der Überzeugung: Er ist der Richtige für unsere Mannschaft", so der Boss energisch.

Überreden musste er Drews nicht. "Das hätte ich auch nicht gemacht. Ich bin sehr froh, dass es von Hannes ausging, er will."

Ein Ultimatum hat der Coach nicht bekommen. "Das würde nur zusätzlich Druck aufbauen. Wir haben schon genug, mehr brauchen wir nicht", so Leonhardt. "Ab jetzt heißt es zusammenrücken, wir gehen bald ins letzte Drittel der Saison. Da muss jeder für den anderen da sein. Den Abstiegskampf muss jeder so begreifen wie er ist: Ein Kampf, ein erbitterter dazu", gibt der 59-Jährige die Parole für die kommenden Partien aus.

Und die sind schwer genug: am Sonntag gegen Ingolstadt, dann in Kiel, gegen Lautern, danach die beiden Auswärtsspiele in Sandhausen und bei Union.


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