Aues Fandrich: "Die Lautstärke, die Wut der Dynamo-Fans, das pusht uns"

Clemens Fandrich (M.), Mario Kvesic (l.) und Nicolai Rapp kommen selbstbewusst nach Dresden.
Clemens Fandrich (M.), Mario Kvesic (l.) und Nicolai Rapp kommen selbstbewusst nach Dresden.  © Picture Point

Aue - Für ihn persönlich war die Partie gegen Bochum eine Befreiung. Clemens Fandrich traf erstmals seit seiner Rückkehr nach Aue im Sommer 2016 wieder. "Klar tat das gut. Schöner wäre gewesen, wir hätten nicht nur 1:1 gespielt", sagt er. Am Sonntag in Dresden soll es mehr als ein Remis werden.

"Wir fahren nach Dresden, um zu gewinnen, sahen dort in den letzten Jahren immer gut aus. Wir wollen daran anknüpfen", nimmt er sich mit seinen Mannen vor. Warum der FCE in der Landeshauptstadt stets seine Leistung bringt, dass verrät "Fanne" gern. "Es ist diese ganz spezielle Atmosphäre, die grandiose Stimmung", weiß er und ergänzt: "Die Lautstärke der Dynamo-Fans, und auch ihre Wut, die da auf den Rasen runterkommt, das pusht uns ungemein. Wir wollen dort immer zeigen, dass wir in Sachsen auch etwas zu melden haben."

Fandrich hat mit seinen Jungs "Monsterbock", wie er es ausdrückt, auf diese Partie. Er weiß, was die Mannschaft dort erwartet und will mit seiner Erfahrung auch die jungen Spieler, die noch nie vor solch eine Kulisse gespielt haben, führen. Den Anspruch hat er.

Den 3:1-Sieg der Dresdner zuletzt in Düsseldorf hat der 26-Jährige am TV verfolgt. Aues Partie gegen Bochum hatte eine Parallele zu dieser: Die heutigen Kontrahenten sind nach vier Minuten in Führung gegangen. Während Dresden nachsetzte, noch zwei weitere Treffer in der Anfangsphase erzielte, beließen es die "Veilchen" dabei. Wurmt das? "Ein stückweit ja. Wenn wir einmal in Führung gehen, dürfen wir nicht auf den Gedanken kommen, uns dann fallen, den Gegner wieder kommen zu lassen. Wir müssen da auf das zweite Tor gehen. Das müssen wir uns vornehmen für das nächste Mal."

Und dieses nächste Mal soll heute sein. Das wäre schon Gold wert, zumal die "Veilchen" nach einer Führung letztmals vor 13 Monaten verloren haben. 1:0 und dann Gas geben - im Vorjahr hat das in Dresden geklappt. Fabio Kaufmann traf zur Führung, Simon Skarlatidis und Pascal Köpke legten nach. "Ein gutes Omen", grinst Fandrich.


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