Völlig unnötiges Remis! Aue wird in der Nachspielzeit bitter bestraft

Dennis Kempe verteidigt den Ball gegen Heidenheims Norman Theuerkauf.
Dennis Kempe verteidigt den Ball gegen Heidenheims Norman Theuerkauf.  © Picture Point

Aue - Weihnachtsfrust statt Weihnachtsfreude: Wieder einmal hat der FC Erzgebirge einen sicher geglaubten Sieg in der Nachspielzeit aus der Hand gegeben. Vor 6500 Zuschauern trennte sich Aue von Heidenheim 1:1 (1:0). Schmeichelhaft für die Gäste, die ihre einzige Chance nutzten. Aber das ist so, wenn du nur immer ein Tor daheim erzielst.

Aue hielt sich nicht lange bei der Vorrede auf, befolgte die Taktik der letzten beiden Heimspiele: Vollgas zu Beginn. Das klappte gegen Bochum mit einem frühen Tor und nun auch gegen Heidenheim. Ehrlich gesagt hatte der FCH den Gastgeber wohl richtig mies analysiert. Es war beinahe eine Kopie des 1:0 gegen Darmstadt. Dennis Kempe bediente Dimitrij Nazarov, der legte in Höhe der Mittellinie die Kugel sensationell mit der Brust in den Lauf von Cebio Soukou.

Dieser zündete wieder den Turbo, sprintete in den Strafraum und erzielte durch die Beine von Timo Beermann, der leicht abfälschte, die Führung (8.).

Auch danach glich die Partie den vorgegangenen. Aue zog sich zurück, ließ Heidenheim kommen, aber nichtsanbrennen. Von den Jungs von der Ostalb kam null - ein Verdienst der "Veilchen".

Cebio Soukou schoss Aue schon der 9. Minute in Führung
Cebio Soukou schoss Aue schon der 9. Minute in Führung  © Picture Point

Der FCE entwickelte Ende der Halbzeit nach richtig guten gespielten Angriffen wieder Zug zum Tor, aber der Gast konnte zweimal in höchster Not klären, sonst wäre Pascal Köpke (43./45.) da gewesen.

Die zweite Hälfte begann wie die erste aufhörte: Mit einer Chance der Gastgeber! Nazarov spielte geschickt Kempe (47.) frei, doch kanonierte die Kugel aus zehn Metern ans Lattenkreuz - was für ein Geschoss! Der FCE merkte, auch wenn Heidenheim in Hälfte eins alles fehlte, die Gift-und-Galle-Mentalität der Schwaben im Keim erstickt wurde, der Gast wird kommen.

Er kam aber erstmal mit der Axt und versuchte sich so ins Spiel zu kämpfen. Das war rustikal, oft am Rand des guten Geschmacks und darüber hinaus: John Verhoeks Tätlichkeit gegen Nazarov (73.) war Rot, nicht Gelb.

Aue ließ sich dadurch nur bedingt beeindrucken, hielt dagegen, spielte in der Defensive äußerst abgeklärt.

Allerdings ging nach vorn nicht mehr viel - und es stand noch immer "nur" 1:0. Und diese Passivität wurde wieder mal bestraft. Nach einer Ecke in der Nachspielzeit traf Verhoek zum Ausgleich. Jener Spieler, der schon 20 Minuten hätte unter der Dusche stehen müssen.


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