Aues Nazarov nach Traumtor: "Wir verlieren nicht die Nerven"

Dimitrij Nazarvo jubelt nach seinem Traumtor gegen Braunschweig.
Dimitrij Nazarvo jubelt nach seinem Traumtor gegen Braunschweig.  © Picture Point

Aue - Vom 17. Februar bis zum 18. August sind es fast auf den Tag genau sechs Monate. In diesem halben Jahr ist so einiges passiert in Aue.

Im Winter saß Pavel Dotchev noch auf der Trainerbank. Über Domenico Tedesco und Thomas Letsch ging es hin zu Interimstrainer Robin Lenk.

Doch zwei Dinge sind zum letzten Auftritt in Braunschweig gleich geblieben: Wieder ging es 1:1 aus, wieder hieß Aues Torschütze Dimitrij Nazarov.

Und was war das für eine Bude. Eine Ecke von Christian Tiffert zimmerte "Dima" humorlos volley in die Waschen. Den Mut musst du erstmal haben.

Aber wo kam der nach einer schwachen Vorbereitung und drei Pflichtspiel-Niederlagen her?

Braunschweigs Torwart Fejzic hatte beim Nazarovs Schuss keine Chance.
Braunschweigs Torwart Fejzic hatte beim Nazarovs Schuss keine Chance.  © Picture Point

"Wir sind am 3. Spieltag. Wenn man die Stimmung in bisschen von uns betrachtet in den letzten Tagen, wir sind quasi abgestiegen. Ich weiß nicht, warum wir die Nerven verlieren sollen?", fragte Nazarov selbstbewusst. "Wir haben in Düsseldorf unsere Chancen gehabt, hatten welche in Heidenheim. Wiesbaden war nix, das wissen wir selbst. Das haben wir aufgearbeitet. Wir haben noch die ganze Saison vor uns", sagte er weiter.

Und so sicher, wie der 26-Jährige nach der Partie auftrat, so sicher tat er das mit seiner Truppe in den 90 Regenminuten in Braunschweig. Aue tat das allein mit dem Wissen, dass die Truppe Fußball spielen kann.

"Wir wussten, wenn wir flach spielen, werden die hinten ihre Probleme bekommen. Die waren alle gefühlt zwei Meter groß, da gewinnst du in der Luft nix. Wir haben das gut gemacht, gut hinten raus gespielt und unsere Chancen bekommen. Ich gucke ja auch ab und an Fußball. Ich kann mich nicht erinnern, das Braunschweig daheim mal so viele Möglichkeiten zugelassen hat. Darauf können wir aufbauen."

Nazarov selbst spielte im Drei-Mann-Sturm in zentraler Position. Er blühte auf, entwickelte eine enorme Spielfreude. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich übers Spielerische komme. Es kommt mir entgegen, wenn ich die Bälle flach in den Fuß gespielt bekomme, anstatt hoch gegen einen Kanten im Rücken. Die Jungs haben das überragend gemacht."

Er hofft, dass jetzt Ruhe im Verein einkehrt, sich die Mannschaft in der Woche erholt und gegen Nürnberg die ersten drei Punkte holt.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0