Trotz früher Führung: Erzgebirge Aue verbummelt Dreier gegen Bochum

Clemens Fandrich versenkt den Ball zum 1:0 im Bochumer Tor.
Clemens Fandrich versenkt den Ball zum 1:0 im Bochumer Tor.  © Picture Point

Aue - Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient. In einer spielerisch äußerst schwachen Partie trennten sich der FC Erzgebirge und der VfL Bochum vor 7200 Zuschauern 1:1 (1:1).

Wo ist nur dieser Auer Schwung vom Spätsommer hin? Seit Wochen bieten die "Veilchen" nur Schmalkost. Dieses Mal wieder - und hatten doch gegen die Truppe aus dem Pott alle Trümpfe in der Hand, verbummelten aber den Dreier.

Aue legte einen Blitzstart hin: Clemens Fandrich angelte sich einen Fehlpass, spielte noch vor der Mittellinie rechts raus zu Christian Tiffert. Der lief, wurde nicht angegriffen, lief weiter und passte herrlich in den Lauf von Fandrich. Er nahm die Kugel sechs Meter vorm Tor direkt - 1:0 (4.). Was für ein Auftakt!

Jetzt kommt das große Aber: Das war die beste Aktion der Lila-Weißen im gesamten Spiel. Fandrich (9.) hatte wenig später noch eine gute Kopfballchance. Doch mehr Zwingendes brachten die Erzgebirger nicht zu Stande, was nicht am Gegner lag: Statt gegen blutleere und überhaupt nicht stattfindenden Bochumer so weiterzuspielen, machte es der FCE dem VfL gleich.

Philipp Riese und Anthony Losilla im Kampf um den Ball.
Philipp Riese und Anthony Losilla im Kampf um den Ball.  © Picture Point

Aue blieb zwar optisch überlegen, verwaltete aber nur noch. Es war unglaublich, wie viele Räume die Gäste anboten. Genauso unglaublich war es, wie wenig der Gastgeber das nutzte, weil er ganz einfach (erneut) zu oft hinten herum spielte.

Die Möglichkeiten eines schnelles Zuspiels in die Spitze,die es fünf-, sechsmal gab, nutzte er einfach nicht. Das war wieder pomadig und - wie sollte es anders sein - rächte sich natürlich. Bochums erste guter Angriff saß, weil der FCE zuschaute, wie sich die Weißen durch den Strafraum kombinierten. Am Ende der Kette stand Felix Bastians - 1:1 (39.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde Erinnerungen an Duisburg wach. Bochum überbahm das Kommando, Sidney Sam (48.) zwang Martin Männel zu einer Glanztat. Doch Aue hörte den Warnschuss, wurde nun wieder aktiver.

Auch weil Abwehrchef Dominik Wydra bei eigenen Angriffen ins Mittelfeld rückte, um Überzahl zu schaffen. So richtig Druck aufbauen konnten die "Veilchen" aber nicht, weil entweder der letzte Pass nicht kam oder der Abschluss zu schwach war.

Aue konnte auch das Bochumer Pech nicht nutzen. Keeper Manuel Riemann (64.) verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung, musste raus. Felix Dornebusch kam. Der war logischerweise nicht warm, wurde es ihm aber auch nicht.

Der FCE hatte zwar Möglichkeiten, aber das war alles viel zu harmlos. Dornebusch musste nicht der überragende Zweitliga-Keeper sein, um seinen Kasten sauber zu halten. Am Ende gab es Pfiffe der FCE-Fans


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