0:3 gegen den Letzten! Diese Nicht-Leistung der Veilchen war eine Frechheit

Aue - Willst du Punkte mit aller Macht, dann spiel' gegen den Schacht! Aue gibt derzeit den idealen Aufbaugegner für die Kellerkinder. Vielleicht kriegt der FCE irgendwann mal mit, dass er sich damit keinen Gefallen tut. In einem unfassbar schlechtem Fußballspiel verloren die Veilchen vor 7100 Zuschauern gegen Schlusslicht Ingolstadt mit 0:3 (0:1).

Dennis Kempe musste in der ersten Hälfte verletzt vom Platz.
Dennis Kempe musste in der ersten Hälfte verletzt vom Platz.  © Picture Point

Beide Teams spielten mit drei Angreifern, daher war ein stürmisches Spiel zu erwarten. Passiert ist das nur auf einer Seite. Ingolstadt spielte wahrlich keinen guten Fußball, war aber turmhoch überlegen, weil es vom Gastgeber hilfreich aufgebaut wurde.

Aue offenbarte Löcher im Mittelfeld und Abwehr so groß wie Kohlegruben. Unfassbar. Gefährlich wurde es nur, wenn Emmanuel Iyoha antrat. Er stach heraus. Aber sonst.

Der Gast konnte schalten und walten wie er wollte. Und machte das im Grunde richtig schlecht, bekam aber immer wieder die Möglichkeiten, Angriffe zu fahren.

Jeder Ball landete ohne Umschweife ständig bei den Schanzern.

Von Tempo, geordnetem Spielaufbau oder gar Spielwitz war nichts zu sehen. Das war einfach nur beschämend.

Neuzugang Ole Käuper im Kopfball-Duell mit Almog Cohen.
Neuzugang Ole Käuper im Kopfball-Duell mit Almog Cohen.  © Picture Point

Bezeichnend für alle Auer Unzulänglichkeiten war die Führung der Gäste: Bei einem Einwurf ließ sich Ole Käuper düpieren, weil er schlichtweg zu spät reagierte. Sonny Kittel (14.) lief in den Strafraum, sein Querpass flipperte an zwei Auer Abwehrbeine, kam zurück zu ihm.

Er konnte gar nicht anders, als einzuschieben. Am Ende einer desaströsen Hälfte konnte der Gastgeber froh sein, dass er nur 0:1 hinten lag.

Das änderte sich gleich nach der Pause. Nach einer Ecke gingen Dario Lezcano und Martin Männel im Fünfmeter-Raum zum Ball. Der FCI-Stürmer checkte Männel, legte per Kopf auf Jonatan Kotzke (49.) ab, der ins verwaiste Tor traf - 0:2!

Im Grunde war schon der Anpfiff der Partie der Auer Genickbruch, das zweite Gegentor war es dann vollends. Die Fans, die ihre Truppe schon mit gellenden Pfiffen in die Pause verabschiedeten, sangen danach "Aue erwache". Passierte nicht, im Gegenteil.

Wieder nach einem Einwurf fing sich das dritte Gegentor, Kittel setzte sich rechts durch, Leczano (77.) und Malcolm Cacutalua spitzelten die Kugel gemeinsam ins Netz - 0:3. Das war schon eine Frechheit. Mit so einer Leistung wird es schwer, nicht wieder abzurutschen. So ist es garantiert.

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