Fußbruch, Gehirnerschütterung, Platzwunde: Aue meldet sich mit Wucht zurück!

Aue - Der Freitagabend war nix für zartbesaitete Fußball-Ästheten. Die hätten sicherlich mit den Augen gerollt, so sehr ging es im Spitzenspiel zwischen dem FC Erzgebirge und Arminia Bielefeld (0:0) zur Sache. Die Partie lebte vor allem vom Kampf. Und das war auch so gewollt!

Das tat weh! Andreas Voglsammer blieb auf dem Rasen liegen - Mittelfußbruch!
Das tat weh! Andreas Voglsammer blieb auf dem Rasen liegen - Mittelfußbruch!  © imago images/Eibner

"Die Ansage war, Fabian Klos und Andreas Voglsammer weitestgehend zu eliminieren. Wäre das nicht gelungen, kann man ganz schnell abgeschossen werden", befand Aue-Boss Helge Leonhardt nach Abpfiff. "Bis auf Klos' Kopfball, den Martin Männel überragend pariert, hat unsere Mannschaft kaum etwas zugelassen. Das war eine Leistungssteigerung gegenüber Wiesbaden. Und genau die wollten wir sehen!", so der Klub-Patriarch.

Auch Arminia-Coach und Ex-Dynamo Uwe Neuhaus wurde in seiner Erwartungshaltung bestätigt: "Beide Mannschaften haben unglaublich viel Einsatz gezeigt, was man nicht nur an der Anzahl, sondern auch der Wucht der Zweikämpfe merken konnte. Selten hatten wir nach einem Spiel dermaßen viele angeschlagene Spieler."

Es war aber keine Kritik am gegnerischen Auftritt. "Ich will damit nicht zum Ausdruck bringen, dass das Spiel unfair war. Es lag vielmehr an der Wucht, was zu mehreren Zusammenstößen, auch mit dem Kopf führte", so Neuhaus, der fortfuhr: "Es wurde fair gearbeitet. Jeder wollte sich durchsetzen. Es liegt in der Natur der Sache, dass danach auch Symptome auftreten, die ein paar Tage Ausfallzeit bedeuten."

Auch an den Veilchen ging das Spiel nicht spurlos vorbei

Andreas Voglsammer wurde sofort von der medizinischen Abteilung der Arminia versorgt.
Andreas Voglsammer wurde sofort von der medizinischen Abteilung der Arminia versorgt.  © imago images/Eibner

Was er Freitagabend noch nicht absehen konnte: Voglsammer, mit zehn Toren hinter Klos (14) zweitbester Angreifer der Ostwestfalen, zog sich einen Mittelfußbruch zu. Wie der Tabellenführer auf seiner Homepage mitteilte, muss der Stürmer operiert werden. Zudem wurde bei Mittelfeldspieler Manuel Prietl eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert. Cedric Brunner erlitt eine Platzwunde am Kopf.

Doch auch an den Veilchen ging der Freitagabend nicht spurlos vorbei. Florian Krüger rasselte zu Beginn der zweiten Halbzeit im Zweikampf mit Prietl zusammen und ging in der 55. Spielminute mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Platz. " Es war ein sehr intensives, hart geführtes, aber in keinster Weise unfaires Spiel. Keiner hat sich etwas geschenkt und in den Zweikämpfen aufgerieben", unterstrich FCE-Coach Dirk Schuster.

Es unterstreicht, welchen Stellenwert die Partie für beide Seiten besaß. Aue wollte sich für das 0:1 in Wiesbaden rehabilitieren - mit Erfolg. Schuster: "Wir haben den Boden unter den Füßen gefunden, nachdem wir in Wiesbaden in den ersten 15 Minuten gar nicht auf dem Platz waren. Dafür kam von uns am Freitag die richtige Reaktion."

Der "Kumpelverein" blieb in seinem Revier ungeschlagen - und flößt der Gegnerschaft damit weiter gehörigen Respekt ein, wie Neuhaus befindet: "Hier fährt man nicht hin, spielt einfach ein bisschen Fußball und nimmt die drei Punkte mit."

Die Trainer Uwe Neuhaus und Dirk Schuster waren beide nicht unzufrieden.
Die Trainer Uwe Neuhaus und Dirk Schuster waren beide nicht unzufrieden.  © DPA/Robert Michael
Da hatte es gerasselt: Florian Krüger (M.) und Manuel Prietl halten sich die Köpfe.
Da hatte es gerasselt: Florian Krüger (M.) und Manuel Prietl halten sich die Köpfe.  © imago images/Eibner

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