Aue tritt in Bielefeld wie ein Habenichts an: "Im Erfolg macht man die größten Fehler!"

Aue - Sperrgebiet Bielefelder Alm! Der FC Erzgebirge ist seit 25. September 2010 bei Arminia sieglos. Wird Zeit, diesen Negativtrend zu durchbrechen! Gutes Omen: Der "Kumpelverein" startete mit drei Siegen in die Saison. Folgt am heutigen Samstag der vierte Streich?

Pascal Testroet (l.) reist heute mit dem FCE Aue auf die Bielefelder Alm. Das Trikot der dortigen Arminia trug der Angreifer 2012/13 und 2014/15. Hier duelliert er sich am 3. August 2012 in einem Drittliga-Spiel mit dem damaligen Saarbrücker Marc Lerandy.
Pascal Testroet (l.) reist heute mit dem FCE Aue auf die Bielefelder Alm. Das Trikot der dortigen Arminia trug der Angreifer 2012/13 und 2014/15. Hier duelliert er sich am 3. August 2012 in einem Drittliga-Spiel mit dem damaligen Saarbrücker Marc Lerandy.  © imago images/Dünhölter SportPresseFoto

"Wir treten so auf, als hätten wir noch gar nichts geholt. Diese Griffigkeit und Galligkeit erwarte ich", stellt Aues Coach Daniel Meyer die Uhren auf null.

Den perfekten Saisonstart will er aber nicht komplett beiseite wischen: "Ich weiß nicht, ob man jemals so sorgenfrei nach Bielefeld gefahren ist. Ich finde es gut, dass die Statistiken herausgekramt werden, dass wir da nix holen. Das war in den letzten Wochen immer so", kommt Meyer auf Saisonauftakt und erste DFB-Pokalrunde zu sprechen:

"Wir konnten kein Auftaktspiel gewinnen, sahen immer schlecht im DFB-Pokal aus. All diese Statistiken haben wir gebrochen. Wenn die in Bielefeld genauso schlecht ist, bin ich optimistisch, dass es funktioniert."

"Im Erfolg macht man die größten Fehler", ergänzt Veilchen-Boss Helge Leonhardt: "Und wir tun gut daran, diesen Fehler nicht zu tun. In der Liga sind erst zwei Partien gespielt, mehr nicht. Deswegen müssen wir einfach weitermarschieren und im Kopf klar bleiben!"

Pascal Testroets Rückkehr nach Bielefeld

Coach Daniel Meyer (l.) und Boss Helge Leonhardt hoffen, dass ihr FEC Aue heute in Bielefeld den nächsten Sieg einfährt.
Coach Daniel Meyer (l.) und Boss Helge Leonhardt hoffen, dass ihr FEC Aue heute in Bielefeld den nächsten Sieg einfährt.  © picture point/Sven Sonntag

Pascal Testroet muss das nicht zweimal gesagt werden. Der Ex-Bielefelder weiß, dass auf der Alm Kleinigkeiten entscheiden.

Zumal Aues Abwehr nach den Ausfällen von Malcom Cacutalua, Dennis Kempe und nun noch Dominik Wydra (Magen-Darm) sowie voraussichtlich Sören Gonther (Rücken) personell am Stock geht. "Gerade jetzt ist Angriff die beste Verteidigung! Wir fahren mutig dorthin, denn wir sind in den letzten Wochen eng zusammengerückt. Dazu machen die Siege zum Liga-Auftakt im Pokal die Brust groß", meinte Testroet.

Der erzielte beim 4:1 im Pokal bei Wacker Nordhausen mit einem Doppelpack seine ersten beiden Saisontreffer, zeigte er sich vor dem Duell mit seinem Ex-Klub und vor allem Ex-Sturmpartner Fabian Klos in Ballerlaune. Genau das könnte unter dem Strich zum Zünglein an der Waage werden. "Andreas Voglsammer und Klos haben Qualität. Jeder weiß im Vorfeld, dass ein langer Ball auf ,Vogi' gespielt wird, der geht ins Kopfballduell, Klos steht dahinter und macht das Tor. Das weiß jeder und trotzdem funktioniert es immer wieder. Diese Stärke müssen wir unterbinden und vorne ein Tor mehr erzielen", so Testroet.

Schuh drückt

Die zahlreiche Ausfälle stellen den FCE in der Verteidigung vor echte Probleme. Coach Daniel Meyer sucht deswegen das Heil in der Flucht nach vorn: "Dann müssen wir eben dafür sorgen, dass es am Ende 5:4 steht."

28.200 Euro Strafe

Das DFB-Sportgericht gab die Strafen für die Zweitliga-Saison 2018/19 bekannt. Aue musste insgesamt 282000 Euro an den Verband blechen und liegt damit auf zehn. Spitzenreiter war der HSV mit insgesamt 249150 Euro.

Schiri-Bilanz

Referee ist Dr. Martin Thomsen Kleve. Der 33-Jährige leitete 2010 in der 3. Liga bei Sandhausen (0:0) seine erste Partie mit Auer Beteiligung. Danach folgten vier weitere Schichten mit dem "Kumpelverein". Ergebnis aus FCE-Sicht: zwei Siege, ein Remis, eine Niederlage. Zuletzt pfiff er 2017 das 2:0 in Kaiserslautern

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