Erste Saisonpleite: Arminia spielt Aue an die Wand

Bielefeld - Jetzt hat es auch den FC Erzgebirge erwischt! Arminia Bielefeld erwies sich für den bisher noch ungeschlagenen "Kumpelverein" in allen Belangen als eine Nummer zu groß. Vor 15021 Zuschauern auf der Bielefelder Alm setzte es ein 1:3 (0:1).

Tor für Bielefeld: Joakim Nilsson jubelt über seinen Treffer.
Tor für Bielefeld: Joakim Nilsson jubelt über seinen Treffer.  © Picture Point/S. Sonntag

Aue hatte von Beginn an einen schweren Stand. Die Arminen gingen extrem früh drauf und ließen ihren Gegner überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Mit diesem Druck kamen die "Veilchen" nicht klar und wussten sich häufig nur mit Befreiungsschlägen zu helfen. Wenn dann mal was nach vorne ging, haperte es am Zuspiel.

Das konnte nicht lange gut gehen!

Der stetige Druck auf die eigene Abwehr machte die Gäste richtig mürbe. Dabei hatten sie zunächst noch richtiges Dusel, als Reinhold Yabo auf der rechten Außenbahn auf und davon lief und seine Eingabe weder Fabian Klos noch Andreas Voglsammer aus weniger als fünf Metern Entfernung über die Linie brachten (19.).

Zwei Minuten später war dann alles zu spät. Bei einer Ecke von Joan Simun Edmundsson wurde Joakim Nilsson sträflich alleingelassen und köpfte spielend leicht ein.

Aue kam meist zu spät in die Zweikämpfe

Dimitrij Nazarov im Zweikampf mit Bielefelds Marcel Hartel.
Dimitrij Nazarov im Zweikampf mit Bielefelds Marcel Hartel.  © Picture Point/S. Sonntag

Aue sah auch danach keinen Stich, weil es nicht in die Zweikämpfe kam.

In der ersten halben Stunde gingen fast zwei Drittel (!) davon an Bielefeld. Hinzu kam, dass die linke Seite mit Filip Kusic und Calogero Rizzuto komplett überfordert wirkte. So wurde es ein ganz weiter Weg. Und er wäre beinahe noch länger geworden, hätte Martin Männel nicht mit einer Glanzparade einen Voglsammer-Freistoß aus dem Winkel gekratzt (53.).

Aber in Bielefeld gibt es bekanntlich noch diesen Fabian Klos. Der bullige Angreifer stand vor der Partie bei 59 Zweitliga-Treffern für den DSC. Lila-Weiß tat ihm den Gefallen daraus eine runde Sache zu machen. Manuel Prietl spazierte zentral durch, legte in die Tiefe auf den Sturmtank, der nicht im Abseits stand, weil Marko Mihojevic pennte. Der Rest war für Klos ein Klacks. Er spielte Männel aus und schwang sich in der 61. Spielminute zum alleinigen Arminia-Rekordtorschützen im.

Immerhin wachte der FCE, auch bedingt durch die Einwechslungen von Philipp Zulechner und Christoph Daferner, endlich auf. Zulechner rutschte in eine Eingabe und zwang Arminias Keeper Stefan Ortega zum ersten echten Arbeitsnachweis in der zweiten Halbzeit (73.).

Drei Minuten später köpfte Daferner nach Eckball von Philipp Riese wie aus dem Nichts zum Anschluss ein. Zu mehr reichte es an diesem Tag aber nicht, denn Voglsammer (85.) stellte per Elfmeter - Hikmet Ciftci hatte Klos abrasiert - den alten Abstand wieder her.

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