Aues Eisvogel Nazarov verrät sein Elfmeter-Geheimnis

Aue - Er besitzt nicht nur eine beneidenswerte Schusstechnik, sondern auch Nerven wie Drahtseile: Mit Dimitrij Nazarov verfügt der FC Erzgebirge über einen Elfmeterschützen, der seinesgleichen sucht! Seit 2016 trägt er das Veilchen-Trikot und hat zwölf (!) von 13 Strafstößen verwandelt.

Die Initialzündung: Dimitrij Nazarov (r.) haut im Freundschaftsspiel des KSC Bayerns Keeper Manuel Neuer einen Elfmeterball in die Maschen.
Die Initialzündung: Dimitrij Nazarov (r.) haut im Freundschaftsspiel des KSC Bayerns Keeper Manuel Neuer einen Elfmeterball in die Maschen.  © imago images/Eibner

Der TAG24 verrät Nazarov sein Elfer-Geheimnis: "Ich achte darauf, was der Torhüter macht, habe aber vorher schon eine eigene Idee. Die werfe ich nicht über den Haufen. Wenn man sich kurz vorher anders entscheidet, ist die Gefahr groß, dass es schiefgeht. Man muss mit Überzeugung schießen und 100 Prozent in den Schuss legen."

Nazarov jagte in dieser Spielzeit drei Strafstöße in die Maschen, den bislang letzten gegen St. Pauli. "Der war aber ziemlich knapp geschossen", meint Aues Eisvogel. Zuvor hatte der 29-Jährige gegen Dresden und Nürnberg souverän verwandelt.

Einzig in Kiel versagten ihm die Nerven. Es war der einzige Fehlschuss bei 17 (!) Zweitliga-Strafstößen.

Den ersten verwandelte er für den Karlsruher SC am 20. Oktober 2015 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die Initialzündung folgte aber erst im darauf folgenden Januar.

"Wir trafen im Freundschaftsspiel auf Bayern München. Es stand 1:1, als wir Ende der zweiten Halbzeit einen Elfmeter bekamen. Unser Coach Markus Kauczinski meinte: Wenn du gegen Manuel Neuer triffst, darfst du weiter die Elfmeter schießen", erzählt Nazarov: "Das war der erste Elfer, wo es für mich um etwas ging."

"Wenn wir in Bochum einen Elfmeter bekommen, bin ich vorbereitet"

Da gingen die Zeigefeinger hoch: Dimitrij Nazarov feiert seinen verwandelten Elfer gegen St. Pauli.
Da gingen die Zeigefeinger hoch: Dimitrij Nazarov feiert seinen verwandelten Elfer gegen St. Pauli.  © picture point/Sven Sonntag

Der aserbaidschanische Nationalspieler schickte die Bayern als Verlierer vom Feld und durfte das nächste Mal wieder ran - gegen Bochum. Sein Gegenpart war Manuel Riemann, ein echter Elfmeterkiller.

Nazarov: "Ich sagte mir: Du hast Neuer bezwungen, viel bessere Keeper gibt es nicht!"

Er liebt diesen Druck, kommt damit klar. Selbst Riemann, der von 62 Strafstößen satte 20 (!) abwehrte, musste sich bei allen drei Duellen geschlagen geben. "Letzte Saison habe ich gegen ihn in der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer erzielt", erinnert sich Nazarov.

In dieser Spielzeit krallte sich Riemann bis dato drei von vier Strafstößen. Kein Problem für Nazarov: "Ich lasse mir etwas einfallen. Wenn wir am Sonnabend in Bochum einen Elfmeter bekommen, bin ich vorbereitet."

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