Aues Wydra hadert nach Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Aue - Die Sechserposition im defensiven Mittelfeld ist der Dreh- und Angelpunkt im Umschaltspiel - sowohl offensiv als auch defensiv. Ausgerechnet diese Position musste Aues Trainer Dirk Schuster vor der 0:2-Niederlage beim VfL Bochum doppelt tauschen. Doch daran allein möchte der Coach die verlorene Partie nicht festmachen.

Dominik Wydra klatscht mit der Bank ab - nach 73 Minuten war für ihn der Arbeitstag in Bochum beendet.
Dominik Wydra klatscht mit der Bank ab - nach 73 Minuten war für ihn der Arbeitstag in Bochum beendet.  © picture point/Sven Sonntag

Weil die Stammkräfte Clemens Fandrich und Philipp Riese aufgrund einer Gelbsperre eine Runde aussetzen mussten, rutschten Dominik Wydra und Louis Samson in die Startelf.

"Beide haben sich im Training angeboten und somit ihre Chance verdient", erklärte Schuster seine Entscheidung.

Für Wydra, der vor seiner Zeit bei Aue ein Jahr in Bochum kickte, war es keine gelungene Rückkehr. "Naja, zumindest vom Ergebnis her hab ich mir das anders vorgestellt", gab der 25-Jährige zu. Seine eigene Leistung wertete er mit "ganz zufrieden, ganz okay. Hatte nicht erwartet, dass ich nach einem halben Jahr - das erste Mal auf der Sechs - mein bestes Spiel abliefern würde."

Besonders zu Beginn war Wydra und Samson anzumerken, dass sich das Duo erst einspielen muss. "Bochum hat versucht, im Zentrum alles zu überladen. Das hat es schwierig für uns gemacht", ging Wydra ins Detail.

"Ich habe das erste Mal überhaupt mit Louis in der Mitte zusammengespielt. Wenn man mitten in der Saison da auf einmal einspringt, dann dauert das halt, bis sich alles einspielt."

"Diese Niederlage mache ich nicht an Einzelspielern fest"

Klassisches Eigentor: Louis Samson (Nummer 13) drückt den Ball versehentlich ins eigene Tor.
Klassisches Eigentor: Louis Samson (Nummer 13) drückt den Ball versehentlich ins eigene Tor.  © picture point/Sven Sonntag

Zu erwähnen sei, dass die beiden sich keine groben Schnitzer geleistet haben. Es sah eben nur nicht flüssig aus. "Im Laufe des Spiels wurde die Abstimmung besser. Es ist nicht so, dass wir uns ergeben haben", erklärte Wydra weiter.

Die Niederlage nur an der gezwungenen Rotation festzumachen, das wäre Trainer Schuster zu einfach. "Das mag zwar ein Punkt sein, aber das kann ich so nicht stehen lassen", betonte der 51-Jährige. "Da standen auch noch acht andere Spieler auf dem Feld, die alle nicht an ihre Topleistung rangekommen sind. Diese Niederlage mache ich nicht an Einzelspielern fest."

Dennoch wird es für Wydra & Co. schwer, sich für das Spiel in Hannover erneut einen Startelf-Platz zu ergattern.

"Darüber denke ich noch nicht wirklich nach", meinte Wydra kurz nach Spielende. "Ich werde mich weiter anbieten. Jeder braucht seine drei, vier Spiele am Stück, um seine Leistung voll abrufen zu können. Das muss der Trainer dann entscheiden."

Dominik Wydra (r.) bearbeitet Bochums Anthony Losilla, dem später das 1:0 gelang.
Dominik Wydra (r.) bearbeitet Bochums Anthony Losilla, dem später das 1:0 gelang.  © imago images/osnapix

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