Aues Trainer Meyer: "Habe viele Aufforderungen bekommen, dass ich heimfahren soll"

Aue - Daniel Meyer ist in seiner ersten Profisaison. Aber auch er kennt die Mechanismen des Geschäfts. Gerade in dieser Saison sitzen die Abschiedsbriefe sehr locker bei den Verantwortlichen. 13 Trainer mussten schon gehen. Nicht alle verloren viermal in Folge.

Die vierte Niederlage in Folge geht auch an Aue-Coach Daniel Meyer nicht spurlos vorbei.
Die vierte Niederlage in Folge geht auch an Aue-Coach Daniel Meyer nicht spurlos vorbei.  © Picture Point

Und Aue ist bekanntlich ein übernervöses Pflaster. Infrage gestellt wird er eh schon, nicht erst seit dem 0:1 gegen Heidenheim. Das weiß er.

Der überwiegende Teil der 7100 Fans versuchte 90 Minuten lang, eine verunsicherte Mannschaft nach vorn zu brüllen, stellte den Support auch nach dem frühen 0:1 nicht ein. Sie wollten bis zum Schluss. Das war schon stark!

Doch einige wenige auf der Haupttribüne (!) vergaßen nach Spielschluss ihre gute Kinderstube. Trainer Daniel Meyer musste sich auf seinem Weg ins Stadioninnere einmal komplett durchbeleidigen lassen. "Ich habe viele nette Aufforderungen bekommen, dass ich jetzt nach Hause fahren soll. Was soll ich sagen?", war der Trainer ernüchtert und musste schlucken.

"Das entscheidende ist ja, und die Frage muss man sich am Ende immer stellen, ob man das Gefühl hat, ob es am Trainer liegt und ob er das noch im Griff hat. Das, glaube ich, müssen die Leute beurteilen, die relativ dicht dran sind. Wenn ich weiter machen soll, mach' ich weiter. Wir bekommen das hin, das ist meine feste Überzeugung. Alles andere kann ich nicht beeinflussen", sagte Meyer kurz nach dem Spiel.

Dass seine Jungs derzeit nichts auf die Kette bekommen, das hat der Coach längst gesehen. Dass sein Team in Kiel, Bielefeld und gegen Heidenheim jeweils in der Anfangsphase in Rückstand geriet, passierte nicht auf seinen Befehl hin. Das haben die Spieler alleine hinbekommen.

Er kann darauf hinweisen, kann warnen, kann taktische Vorgaben machen, umsetzen müssen es die Männer auf dem Rasen. Und genau das tun sie derzeit nicht. "Die personellen Probleme, die ständigen unfreiwilligen Umstellungen, die Patzer im Abwehrverhalten, das fehlende Glück. Das summiert sich derzeit leider alles", sagte er fast schon resiginierend.

Trotzdem: Meyers alleinige Schuld ist der freie Fall nicht. Aber er ist das schwächste Glied...

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