Aue-Angreifer Florian Krüger: "Die Punkte bleiben, die Tabelle nicht!"

Aue - Wenn er trifft, kann Aue nur gewinnen! Florian Krüger trug sich beim 3:1 gegen den FC St. Pauli zum dritten Mal in dieser Spielzeit in die Torschützenliste ein.

Florian Krüger (l.) jubelt nach seinem Führungstreffer beim Sieg gegen den FC St. Pauli.
Florian Krüger (l.) jubelt nach seinem Führungstreffer beim Sieg gegen den FC St. Pauli.  © Frank Kruczynski

Der 20-jährige Angreifer stellte mit seinem Führungstreffer die Weichen auf Heimsieg. Das war ihm zuvor schon im ersten Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden (3:2) gelungen, im Herzschlag-Finale gegen Nürnberg (4:3) sorgte er als Joker für den fulminanten Schlussakkord.

Gegen Nürnberg und St. Pauli spielte sich Krüger vollends ins Rampenlicht - jeweils freitagabends unter Flutlicht. "Kommt ja zuhause bis zum Winter noch ein Freitagspiel gegen Regensburg", frotzelt er.

Wie er nach St. Pauli freudestrahlend in die Interviewzone kam, erinnerte stark an den Nürnberg-Sieg. Damals fristete Krüger noch ein Joker-Dasein, erhoffte sich mehr Spielminuten, vor allem aber Startelfeinsätze. Seit der Partie in Karlsruhe (1:1) ist das der Fall. Der eigentliche Mittelstürmer startete dort auf Rechtsaußen und legte das 1:0 von Jan Hochscheidt auf.

Gegen die Hanseaten durfte er sich erneut auf dem Flügel beweisen. Dort hielt es ihn aber nur teilweise. Mit unbändigem Offensivdrang machte Krüger nicht nur auf der Außenbahn, sondern auch mittig das Treiben verrückt. Bezeichnend sein Antritt in der 43. Spielminute, mit dem er durch die Pauli-Defensive ging, wie ein heißes Messer durch Butter. Pascal Testroet hetzte noch hinterher und bekam die Möglichkeit zum 3:0 fein serviert. Dass der Torjäger die Chance versemmelte, ärgerte auch Krüger: "Dann wäre der Sack vielleicht gleich zu gewesen."

So kam St. Pauli kam durch Henk Veerman nochmal auf 1:2 heran. Doch dann schlug "Paco" zu. "Für ihn war es wichtig, weil er vielleicht auch etwas an sich selbst gezweifelt hatte", freut sich Krüger für seinen Kumpel.

Aber nicht nur für den war das 3:1 wichtig. "Es zeichnet uns generell aus, dass wir nie aufstecken. Zurzeit macht es einfach Spaß und lässt sich auch ganz gut ansehen in der Tabelle", sagt Krüger mit Blick auf Rang vier und 23 Zähler, weiß aber: "Was zählt, sind die Punkte. Die bleiben, die Tabelle nicht. Letztes Jahr hatten wir zur Halbserie 19."

Gleich zweimal hatte Pascal Testroet (l.) nach toller Vorarbeit von Florian Krüger die Chance auf 3:0 zu stellen, beide Möglichkeiten aber vergab er. Später aber gelang ihm das Tor zum 3:1.
Gleich zweimal hatte Pascal Testroet (l.) nach toller Vorarbeit von Florian Krüger die Chance auf 3:0 zu stellen, beide Möglichkeiten aber vergab er. Später aber gelang ihm das Tor zum 3:1.  © Frank Kruczynski
Pascal Testroet und Florian Krüger.
Pascal Testroet und Florian Krüger.  © Picture Point/S. Sonntag

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