Aue-Joker Krüger gab seinen Veilchen Starthilfe

Aue - Zu Beginn hielt der FC Erzgebirge beim VfB Stuttgart (0:3) gut dagegen. Doch die Schwaben brachten ihre PS in der Mercedes-Benz Arena noch vor der Pause auf den Rasen und Regisseur Daniel Didavi (34./42.) zündete den Turbo. Aue kam danach nicht so recht in die Gänge, benötigte Starthilfe. Florian Krüger gab sie. Mit seiner Einwechslung kam wieder Saft drauf.

Florian Krüger (2.v.r.) scheitert erst an VfB-Keeper Gregor Kobel, leitet dann die beste Auer Chance ein.
Florian Krüger (2.v.r.) scheitert erst an VfB-Keeper Gregor Kobel, leitet dann die beste Auer Chance ein.  © imago images/Eibner

Coach Dirk Schuster brachte den 20-jährigen Angreifer in der 74. Spielminute, zu einem Zeitpunkt, da Stuttgart die Partie kontrollierte und nix, aber auch gar nix auf eine Trendwende hindeutete. Drei Minuten später wurde jeder der 50.846 Zuschauer eines Besseren belehrt.

Krüger drang in unnachahmlicher Manier in den Strafraum ein und scheiterte aus halbspitzem Winkel an Keeper Gregor Kobel. Weil dieser das Leder nur prallen ließ, ergab sich die zweite Gelegenheit. Statt eigensinnig abzuschließen, behielt Krüger den Überblick und steckte auf den völlig freien Pascal Testroet, der aus sieben Metern haarscharf scheiterte, weil sich Pascal Stenzel noch in die Schussbahn warf.

"Fällt zehn Minuten vor Ende das 1:2, fängt Stuttgart an zu wackeln, wird auch das Stadion unruhig und man bekommt nochmal die Hundertprozentige", ist sich Krüger sicher. Dass er gegen Stuttgart überhaupt zum Zug kam, war bis zuletzt nicht ausgemacht. Gegen Bielefeld rauschte "Flo" mit Manuel Prietl zusammen und kränkelte danach auch noch (TAG24 berichtete).

Krüger hatte die ganze Woche kaum trainiert

Einer gegen viele: Florian Krüger versucht, den Ball nach einer Ecke zu kontrollieren.
Einer gegen viele: Florian Krüger versucht, den Ball nach einer Ecke zu kontrollieren.  © imago images/Eibner

"Erst hat der Schädel gebrummt, dann kam noch ein Infekt hinzu. Die Woche über lag ich größtenteils nur zuhause herum", blickt Krüger zurück: "Wenigstens hatte ich weder Fieber, noch Gliederschmerzen, sodass ich am Donnerstag wieder mit dem Training beginnen konnte, um zu sehen, ob es für Sonnabend Sinn macht oder nicht."

Es machte Sinn: "Ich hatte das Gefühl, es passt und fühlte mich auch am Spieltag entsprechend. Nach so einer Krankheit pumpt man erstmal etwas mehr, aber das war so in Ordnung", hob Krüger danach den Daumen.

Aue-Coach Schuster tat es ihm gleich: "'Flo' hatte fast die ganze Woche kaum trainiert. Bringen wir ihn von Beginn, heißt es: 'Solange die Füße tragen.' Deshalb haben wir uns dazu entschieden, ihn hinten heraus zu bringen."

Diesen Sonntag wäre es für alle eine Win-win-Situation, wenn der laufstarke Konterstürmer wieder von Beginn an startet. "Kiel ist bekannt als spielerisch sehr gute Mannschaft, die immer nach vorne will. Da werden sich für uns im Umschaltspiel wieder die Chancen ergeben", meint Krüger erwartungsvoll.

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