Aue-Keeper Männel kritisiert Abwehrschwäche bei Standards

Aue - Merklich geknickt fuhren die Veilchen am Sonnabend zurück ins Erzgebirge. Selbst gegen Hannover 96, bis dato der einzige daheim noch sieglose Zweitligist, konnten sie ihre Auswärtsmisere nicht beenden. Trotz zweimaliger Führung unterlag der Kumpelverein am Ende mit 2:3. Und das hatte seine Gründe!

Der Sieg für die 96er! Der Japaner Genki Haraguchi (l.) grätscht die Kugel ins Tor, Aues Schlussmann Martin Männel hat keine Abwehrchance.
Der Sieg für die 96er! Der Japaner Genki Haraguchi (l.) grätscht die Kugel ins Tor, Aues Schlussmann Martin Männel hat keine Abwehrchance.  © Sven Simon

Wieder einmal zeigte sich: Der FCE ist nach Standards extrem anfällig. Marvin Bakalorz (32.) glich nach einem Eckball zum 1:1 aus, Hendrik Weydandt (75.) egalisierte die wiederholte Auer Führung nach einer Freistoßeingabe von Marvin Duksch.

"Wie viele Punkte haben wir so schon liegen lassen?", fragte Aue-Kapitän Martin Männel nach dem Abpfiff in die Runde. So etwas spricht sich in der Liga auch herum. "Es gibt ja Leute, die darüber Statistik führen", gibt der Schlussmann zu bedenken.

Wenn da nicht alle Alarmglocken schrillen! Jüngst setzte es beim SV Darmstadt (0:1), gegen den 1. FC Heidenheim (1:1) und beim Karlsruher SC (1:1) nach ruhenden Bällen entscheidende Gegentreffer. Hannover setzte darauf - holte unter anderem 14 (!) Ecken heraus - und zog damit das richtige Los.

"Wir haben mutig gespielt, gehen zweimal in Führung, konnten auch einige Situationen entschärfen. Aber letztendlich verlieren wir die Partie auch durch zwei Standards. Da müssen wir uns schon hinterfragen. Irgendetwas scheinen wir falsch zu machen. Jetzt haben wir eine Woche Zeit, um an uns zu arbeiten", meint Männel.

Die Veilchen standen in er eigenen Hälfte, statt den Gegner in Verlegenheit zu bringen

Das 2:2! Nach einer Freistoßeingabe köpft Hannovers Hendrik Weydandt (3.v.l.) den Ball in die Maschen des Auer Kastens.
Das 2:2! Nach einer Freistoßeingabe köpft Hannovers Hendrik Weydandt (3.v.l.) den Ball in die Maschen des Auer Kastens.  © imago images/Nordphoto

Zeit wird es allemal! So stark die bisherigen Heimauftritte der Auer auch waren - irgendwann schlägt die Anfälligkeit bei Standards auch auf die Heimspiele durch. Bisher kaschieren die Ergebnisse vor eigenem Publikum die Auswärtsschwäche. Nicht auszudenken aber, wenn mal zwei Heimspiele in Serie in die Binsen gehen ...

Vielleicht stünde den Veilchen auch etwas mehr Mut gut zu Gesicht. Aue ging durch John Patrick Strauß (16.) in Führung, verlegte sich danach gegen angeknackste Hannoveraner aber vornehmlich aufs Verteidigen, stand mit 4-5-1 in der eigenen Hälfte, statt den Gegner weiter in Verlegenheit zu bringen.

"Wir hatten wenig Zugriff, geraten durch eine Bogenlampe mit 0:1 in Rückstand, was nicht gerade förderlich für die mentale Unterstützung ist", resümierte 96-Coach Kenan Coach im Nachgang.

Die Gastgeber kamen dennoch zurück - auch, weil die Auer sie ließen. Der Rest ist bekannt ...

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