Aue-Boss Leonhardt nach Generalprobe: "Alles raushauen bis zum Abkotzen, sonst kannst du nicht bestehen"

Aue - Schlecht angefangen, gut aufgehört. So lässt sich die Auer Generalprobe gegen Union Berlin beschreiben. Am Ende sind sie beim FC Erzgebirge wohl ganz froh darüber, dass trotz vorhandener Chancen kein Sieg, sondern nur ein 1:1 heraussprang.

Aues Trainer Daniel Meyer war einmal mehr nicht so glücklich mit einigen Phasen des letzten Testspiels.
Aues Trainer Daniel Meyer war einmal mehr nicht so glücklich mit einigen Phasen des letzten Testspiels.  © Picture Point

Denn was in der ersten Halbzeit aufgetischt wurde, war dünn wie Blümchenkaffee. Die Beine wirkten bei Aue wie bleiern. Union war immer einen Ticken flinker, zielstrebiger und führte durch Anthony Ujah nach etwas mehr als einer Viertelstunde hochverdient mit 1:0.

Das war so gar nicht nach dem Geschmack von FCE-Präsident Helge Leonhardt. Als er sich in der ersten Halbzeit von der Haupttribüne aus auf den Weg um den halben Innenraum herum zur Gegengerade in Richtung der Trainerbänke machte, konnte man erahnen, was bevorstand.

Statt eine Brandrede vor der eigenen Truppe zu halten, sprach er in der Halbzeitpause beim MDR-Fernsehen Tacheles.

"Wir machen einen müden Eindruck. Genau dann musst Du den Schweinehund überwinden. Die werden jetzt Feuer kriegen von Meyer. Wenn Du nicht kotzt, dann kannst Du nicht gewinnen." Nach dem Spiel, das Christoph Daferner mit dem späten Ausgleich wenigstens vom Ergebnis her etwas retten konnte, schlug Aues Präsident versöhnlichere Töne an: "Den inneren Schweinehund hätten wir überwinden müssen. Aber letzten Endes haben wir den Schalter noch umlegen können und bei diesem positiven Aspekt müssen wir weitermachen und auf Wettkampfmodus umstellen."

Dafür bleiben den Erzgebirgern noch sechs Tage Zeit. Nächsten Sonntag in Fürth gilt es dann. "Dann schlägt die Stunde der Wahrheit, wo alles rausgehauen werden muss, bis zum Abkotzen, sonst kannst du in der 2. Liga nicht bestehen." Deutlicher geht es kaum. Oder doch? "Es zählen bei uns keine Namen! Wer im Training gut ist, der ist auch im Wettkampf gut. Es wird ein Konkurrenzkampf unter den Jungs", läutet Leonhardt den Kampf um die Startplätze ein.

Christoph Daferner (r.) jubelt - mit seinem Treffer zum 1:1 sorgte er für ein ordentliches Ergebnis.
Christoph Daferner (r.) jubelt - mit seinem Treffer zum 1:1 sorgte er für ein ordentliches Ergebnis.  © Picture Point
Ein Mann der klaren Worte: FCE-Boss Helge Leonhardt erinnerte die Spieler noch einmal eindringlich daran, welche Tugenden bei den Veilchen gefragt sind.
Ein Mann der klaren Worte: FCE-Boss Helge Leonhardt erinnerte die Spieler noch einmal eindringlich daran, welche Tugenden bei den Veilchen gefragt sind.  © Picture Point

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