Breitkreuz nimmt Spieler und Aue-Fans in die Pflicht!

Aue - Er war der einzige Lichtblick der letzten Wochen: Steve Breitkreuz feierte beim 0:1 gegen Heidenheim sein Comeback nach dreimonatiger Verletzungspause. Der 27-Jährige ist der Hoffnungsträger der Veilchen auf dem Weg zu besseren Zeiten. Allzu viel Last sollte dennoch keiner auf sein breites Kreuz abladen.

Steve Breitkreuz ist in jeder Hinsicht ein Kämpfer. Im Hinspiel setzte er sich in dieser Szene gegen HSV-Jungstar Jan-Fiete Arp durch.
Steve Breitkreuz ist in jeder Hinsicht ein Kämpfer. Im Hinspiel setzte er sich in dieser Szene gegen HSV-Jungstar Jan-Fiete Arp durch.  ©  imago images/Karina Hessland

Ein Grund dafür liegt auf der Hand. Beim HSV am Sonnabend muss Trainer Daniel Meyer erneut seine Abwehr umstellen, Filip Kusic muss nach seiner dunkelroten Karte gegen Heidenheim zuschauen. Alternativen für ihn sind Jan Kral und Fabian Kalig.

Auch der zweite Grund ist klar: Einer allein kann das in Schieflage geratene Schiff nicht wieder aufrichten und in ruhiges Fahrwasser bringen. An Breitkreuz können sich aber alle anderen aufrichten.

Auch wenn sein Comeback nicht von Erfolg gekrönt war, der Verteidiger lächelte dennoch: "Bei mir überwiegt die Dankbarkeit, gesund vom Platz gehen und wieder Fußball spielen zu können. So eine Situation", spricht er seine lange Verletzungspause an, "prägt einen schon und bringt einen mental weiter."

"Wir fahren nach Hamburg und werden unser Bestes geben"

Will am Sonnabend an der Elbe jubeln: Steve Breitkreuz.
Will am Sonnabend an der Elbe jubeln: Steve Breitkreuz.  © Picture Point

Breitkreuz ist im Kopf also gefestigt. Das machte bei einigen anderen Leistungsträgern nicht den Anschein.

Auch da ist es gut, dass der Junge wieder zurück ist, denn die passenden Worte hat er für den Auftritt in Hamburg schon parat: "Es bringt jetzt nichts, jemandem anderen die Schuld zuzuweisen. Jeder muss sich an die eigene Nase fassen. Wir dürfen uns nicht zu lange damit aufhalten. Jeder kennt die Situation. Es geht nur zusammen. Deshalb verlange ich von jedem, dass wir eng zusammenstehen - egal, ob Mitspieler oder Fans. Und dann fahren wir nach Hamburg und werden unser Bestes geben."

Steve Breitkreuz fordert vom gesamten Auer Umfeld, alles rauszuhauen. "Das Schlimmste wäre, wenn wir nicht mehr an uns glauben würden. Wir dürfen trotz der vier Niederlagen nicht an uns zweifeln. Dann gewinnen wir auch wieder Spiele." Am Besten am Sonnabend, dort rechnet keiner mit irgendetwas. Es wäre die beste Gelegenheit ein Zeichen zu senden - für sich und die Konkurrenz!

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