Maue Stimmung und Pfiffe in Aue: "Für mich nicht nachvollziehbar"

Aue - "Ich hoffe, am Mittwoch kommen mehr Fans als heute, die uns noch etwas tatkräftiger unterstützen. Klar war die Anfeuerung da. Aber das eine oder andere Mal erhofft man sich schon mehr." Diese Worte stammen von Aues Philipp Riese, gesagt nach dem 0:0 gegen Duisburg. Sätze, die tief blicken lassen.

Wie immer blieben im Erzgebirgsstadion einige Sitze frei, auch die richtige Stimmung wollte gegen Duisburg nicht aufkommen. Das wird hoffentlich morgen gegen Köln besser.
Wie immer blieben im Erzgebirgsstadion einige Sitze frei, auch die richtige Stimmung wollte gegen Duisburg nicht aufkommen. Das wird hoffentlich morgen gegen Köln besser.  © Picture Point

Es ist in dieser Saison tatsächlich so eine Art Hassliebe zwischen Mannschaft und ihren eigenen Anhängern. Der harte Kern ist zu jedem Spiel da, andere kommen aus unterschiedlichsten Gründen nicht immer, meckern dann aber trotzdem. Zu den Kickern sagt man bei so etwas Schönwetterfußballer. Kurzum: Es gab Spiele, da war die Unterstützung schon besser als am Sonntag.

Es gab Momente im Spiel, da war es so leise, man hätte denken können, man sitzt vorm Fernseher. Ein Fakt, den Philipp Riese anspricht.

Ein weiteres Beispiel war die Rote Karte für Duisburgs Lukas Fröde kurz vor Schluss. Früher wäre das Dach von den Tribünen geflogen, um die Mannschaft noch mal nach vorn zu peitschen. Passierte nicht. Schon vor dem Abpfiff war die Stimmung weg.

"Man hätte denken können, wir hätten verloren", so Riese.

Aue-Keeper Martin Männel versteht zwar, dass die Fans nach schwächeren Spielen enttäuscht sind, wünscht sich insgesamt aber doch mehr Unterstützung von den Rängen.
Aue-Keeper Martin Männel versteht zwar, dass die Fans nach schwächeren Spielen enttäuscht sind, wünscht sich insgesamt aber doch mehr Unterstützung von den Rängen.  © Picture Point

Auch Torhüter Martin Männel kritisierte das. Der Kapitän ist ein Mann des Auer Volkes. Er sucht immer wieder das Gespräch mit den Fans.

Das hat er auch nach dem St. Pauli-Spiel getan, das Aue 2:1 gewann. "Es ist so, die Unterstützung vom harten Kern ist grundsätzlich da. Vor allem müssen wir Leistung auf dem Platz bringen. So, dass man von außen sieht, dass wir alles geben, mit ganzem Willen bei der Sache sind. Gegen Ingolstadt kann man das zu Recht kritisieren. Da ist uns das nicht gelungen. Gegen St. Pauli dann nicht mehr. Und auch gegen Duisburg war zu sehen, dass wir das Spiel für uns entscheiden wollten", sagte er und ergänzte: "Der größere Teil ist leider unzufrieden nach Hause gegangen und hat das auch durch Pfiffe kundgetan, das ist für mich nicht nachvollziehbar."

Am Mittwoch braucht die Truppe jeden einzelnen Fan lautstark hinter sich. Vor 8100 Fans machen sich die Kölner nicht in die Hose. Von vielleicht 14.000, die bedingungslos hinter ihrem Team stehen, lassen sie sich vielleicht doch beeindrucken. Paderborn hat es vorgemacht.

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