FCE-Neuzugänge: Zwei Volltreffer, ein guter Griff, aber vier unter den Erwartungen!

Aue - Was die Transferaktivitäten anbelangt, hielt sich der FC Erzgebirge dieses Jahr stark zurück. Sieben externe Neuzugänge wurden vor der Saison zugeführt. Sie alle kamen in eine intakte, eingespielte Mannschaft mit klaren Hierarchien. Wer schlug trotzdem voll ein? Wer war ein guter Griff, wer Mitläufer und wer blieb hinter den Erwartungen zurück? Hier der TAG24-Check.

Sören Gonther ballt die Fäuste - gerade hat er gegen Regensburg getroffen.
Sören Gonther ballt die Fäuste - gerade hat er gegen Regensburg getroffen.  © picture point/Sven Sonntag

Volltreffer

Sören Gonther: Der 33-jährige Innenverteidiger war als einziger Neuzugang über 23 Jahre alt. Er gibt der Mannschaft mit seiner Erfahrung Halt, etablierte sich in einer gefestigten Truppe als Führungsspieler, wurde auf Anhieb in den Mannschaftsrat gewählt und verpasste von 18 Zweitliga-Partien nur eine wegen einer Rückenblessur.

Marko Mihojevic: Der bosnische Nationalspieler ist genau wie Gonther seit dem ersten Spieltag in der Abwehr gesetzt. Auch er verpasste nur eine Partie - wegen einer Gelb-Rot-Sperre. Der 23-Jährige Leihspieler von PAOK Saloniki überzeugt mit Ruhe am Ball, Spielübersicht und genauen Pässen. Nicht umsonst sicherte sich Klubboss Helge Leonhardt eine Kaufoption.

Guter Griff

Christoph Daferner: Zehn Einsätze mit durchschnittlich 24 Minuten Spielzeit gaben der Leihgabe vom SC Freiburg wenig Zeit, sich zu bewähren. Trotzdem konnte er unter Beweis stellen, dass er eine Fleißbiene ist, viele Wege geht und nach hinten arbeitet. Die Torquote (ein Treffer) ist allerdings dürftig.

Hikmet Ciftci.
Hikmet Ciftci.  © picture point/Sven Sonntag

Unter Erwartung

Hikmet Ciftci: Ex-Coach Daniel Meyer hielt große Stücke auf den 21-jährigen Deutsch-Türken, den er noch aus seiner Zeit als Nachwuchsleiter beim 1. FC Köln kannte. Die nüchternen Zahlen sprechen allerdings für sich: Elf Kadernominierungen und lediglich ein Einsatz über acht (!) Minuten.

Nicolas Sessa: Bei Drittligaabsteiger VfR Aalen verzückte er mit seiner Technik, konnte selbst gegen die robusten Zweikämpfer knifflige Situationen auf engstem Raum spielerisch lösen. Im Fußballunterhaus sind die Gegner aus anderem Holz geschnitzt, hängen die Trauben um einiges höher, selbst teamintern. Auf nur eine Spielminute gegen Bochum brachte es der in Stuttgart geborene Sohn argentinischer Eltern bislang.

Njegos Kupusovic: Präsident Leonhardt pries das serbische Kraftpaket von Roter Stern Belgrad (Leihe) an. Den FCE-Fans blieben die Qualitäten verborgen. Kupusovic bestritt noch nicht eine Zweitliga-Minute.

Außer Wertung

Erik Majetschak stand verletzungsbedingt noch kein einziges Mal im Kader.

Flasche halbleer? Die Träume von Njegos Kupusovic erfüllten sich bisher in Aue nicht.
Flasche halbleer? Die Träume von Njegos Kupusovic erfüllten sich bisher in Aue nicht.  © picture point/Sven Sonntag
Marko Mihojevic zählte zu den großen Gewinnern der Hinrunde.
Marko Mihojevic zählte zu den großen Gewinnern der Hinrunde.  © picture point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0