In drei Monaten alle überzeugt: Aues Zulechner verlängert bis 2020

Aue - Fast beiläufig hat es FCE-Trainer Daniel Meyer nach dem Spiel beim Hamburger SV (1:1) erwähnt: "Ach so, ja. Philipp Zulechner bleibt bei uns", erklärte er. "Wir haben seinen Vertrag bis 2020 verlängert. Er hat uns voll und ganz überzeugt."

 Aue jubelt nach dem Tor von Philipp Zulechner.
Aue jubelt nach dem Tor von Philipp Zulechner.  © Picture Point

So unterschiedlich können drei Monate sein. Ole Käuper und Zulechner kamen fast zeitgleich im Januar in Aue an.

Käuper hatte den Vorteil des Camps in der Türkei. Seine Leihe ist längst beendet, er ist wieder in Bremen, weil er zu lasch an die Sache herangegangen ist. Zulechner hat sich reingekniet, Vollgas gegeben.

Der 29-Jährige traf gegen Paderborn zum 2:0, gegen Dresden zum 1:0 und jetzt beim HSV ebenfalls zum 1:0. Nach 60 Minuten musste er raus. "Ich wurde von Krämpfen geschüttelt, bin viel gelaufen. Ich bin noch nicht wieder bei 100 Prozent", so der Österreicher. Dennoch hat er bis zur Auswechslung alles gegeben.

Ein Fakt, der vor allem Meyer imponiert. "Sind wir doch mal ehrlich. Der Junge saß vor etwas mehr als einem Jahr durch seine schwere Krankheit noch im Rollstuhl. Da dachte keiner mehr, dass er auf diesem Niveau nochmal Fußball spielen kann. Wie er sich dort rausgearbeitet hat, das ist aller Ehren wert. Er hat sich bei uns sofort integriert und Gas gegeben.“

 Philipp Zulechner hat seinen Vetrag mit Aue bis 2020 verlängert.
Philipp Zulechner hat seinen Vetrag mit Aue bis 2020 verlängert.  © Picture Point

Eigentlich war eine mögliche Vertragsverlängerung an eine Anzahl von Spielen geknüpft. Beide Seiten wollten im Januar erst einmal schauen, ob und wie der Stürmer den Anschluss schafft. "Die Anzahl der Spiele haben wir gestrichen, das war für uns nicht mehr ausschlaggebend. Philipp hat uns voll überzeugt. Einen Mann seines Formats hätten wir ohne seine Krankheit nie bekommen. Das war ein Glücksgriff für uns, daher haben wir den Vertrag verlängert."

Zulechners Quote spricht für sich. Sechs Partien hat er bisher bestritten, zweimal von Beginn an . Bei beiden Einsätzen in der Startelf traf er, gegen Paderborn entschied er die Partie nach seiner Einwechslung.

"Er hat da unglaubliche Näschen. Er steht genau da, wo der Ball runterkommt und dann fackelt er nicht lange", so Meyer. Die Partie beim HSV untermauert Meyers These.

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