Auer Offensive kam beim VfL nicht ins Rollen

Aue - Mit 23 Punkten und 23 Toren steht der FC Erzgebirge Aue nach nun 15 Spieltagen noch immer im oberen Tabellendrittel - auch nach der 0:2-Niederlage beim VfL Bochum. Dort wollte weder Tor- noch Punkterfolg hinzukommen.

Tom Baumgart (l.) verliert das Kopfballduell mit Bochums Danny Blum.
Tom Baumgart (l.) verliert das Kopfballduell mit Bochums Danny Blum.  © dpa/Guido Kirchner

Die Offensive der Veilchen fand am vergangenen Sonnabend nur wenig statt. "Wir standen viel zu tief, sind kaum hinten raus gekommen", erklärte Flügelläufer Tom Baumgart, warum die Tormaschine einfach nicht ins Rollen kommen wollte.

Zwar entstanden über seine rechte Seite ab und an mal ein paar Konterangriffe, doch das war oftmals nicht zielstrebig genug. "So kannst du keine Punkte in dieser Liga holen."

Auf der anderen Seite erging es Florian Krüger nicht viel besser. Mit drei Abschlüssen stellte er zwar den Auer Höchstwert in dieser Partie auf, doch keiner davon flog auch nur annähernd aufs Tor. Seine Endabnahmen wirkten meist überhastet.

Einer der beiden Flügelspieler wird sich am kommenden Sonnabend beim Auswärtsspiel bei Hannover 96 wohl auf der Bank wiederfinden müssen, weil Jan Hochscheidt in den Kader zurückkehren wird. Der 32-Jährige hat dann nämlich seine Zwei-Spiele-Rotsperre aus der Partie gegen den Karlsruher SC (1:1) abgesessen.

Auch die Top-Torschützen konnten nicht viel ausrichten

Pascal Testroet wurde von den Bochumern - wie hier Saulo Decarli - permanent bearbeitet und so praktisch aus dem Spiel genommen.
Pascal Testroet wurde von den Bochumern - wie hier Saulo Decarli - permanent bearbeitet und so praktisch aus dem Spiel genommen.  © picture point/Sven Sonntag

Und auch die beiden verbleibenden Top-Torschützen Dimitrij Nazarov und Pascal Testroet konnten gegen den VfL nicht viel ausrichten. "Wir hatten kaum Ballbesitz. Und wenn, dann war er schnell wieder weg", sprach "Paco", der als alleinige Spitze wortwörtlich oft allein gelassen wurde.

Aue-Trainer Dirk Schuster weiß, worin das Problem lag: "Bochum hat uns gut zugestellt. Wir waren gezwungen, lange Pässe hinten rauszuspielen. Auf die zweiten Bälle hatten wir dann zu wenig Zugriff." Außerdem kreidete der 51-Jährige an, dass die Bälle zu schnell durch Fehlpässe hergeschenkt wurden. "Zweikampf- und Laufbereitschaft haben gefehlt."

Am kommenden Spieltag soll das wieder anders aussehen. "Wir kriegen sonst große Probleme, wenn wir nicht hundertprozentig da sind", meinte Schuster noch in Bochum. Gegen Hannover will er eine konkurrenzfähigere Einstellung von seiner Mannschaft sehen.

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0