Aue könnte Abwärtstrend stoppen: Gonther fordert Gier und unbedingten Willen!

Aue - Langsam aber sicher sollte der FC Erzgebirge die Kurve bekommen. Nur ein Zähler aus den letzten vier Partien brachte zwar noch nicht allzu viel ins Rutschen, hinterließ aber seine Spuren. Wird am Freitagabend beim VfL Osnabrück der Abwärtstrend gestoppt, entweicht wieder etwas Druck.

Szene vom 1:0-Sieg aus der Hinrunde: Sören Gonther (r.) blockt den Schuss des Osnabrückers Bryan Henning. Auch am Freitagabend wollen die Veilchen ohne Gegentor bleiben.
Szene vom 1:0-Sieg aus der Hinrunde: Sören Gonther (r.) blockt den Schuss des Osnabrückers Bryan Henning. Auch am Freitagabend wollen die Veilchen ohne Gegentor bleiben.  © imago images/Frank Kruczynski

Die Kiel-Niederlage (1:2), da braucht man gar nicht lang um den heißen Brei herumzureden, sorgte für zusätzliche Bar im Kessel. Und konfrontierte die Mannschaft mit Missmut von außen.

Fällt dagegen das mögliche 2:2, ist die Ausgangslage eine ganz andere. "Kriegt Chris Daferner den Ball mit der letzten Aktion über die Linie, sprechen wir darüber, was für eine tolle Moral in der Truppe steckt. So nah liegt das im Fußball Gott sei Dank zusammen, aber auch leider, denn dieses Schwarz-Weiß-Denken ist Fehl am Platz", meint Sören Gonther.

Er selbst fehlte letzten Sonntag wegen einer Gelbsperre, dürfte in Osnabrück aber wieder gesetzt sein. Mit ihm kehrt nicht nur der Abwehrchef, sondern auch ein emotionaler Leader zurück.

Wer Gonther auf der Pressekonferenz vor dem Osnabrück-Spiel erlebte, der weiß, dass diese Rolle dem 33-Jährigen auf den Leib geschnitten ist: "Wir müssen wieder die Gier und den unbedingten Willen aus der Hinrunde entwickeln. Jeder muss heiß sein, vorn das Tor zu machen und hinten das Gegentor zu verhindern.

Am Kampfgeist mangelt es beim FCE nicht

Gegen Kiel war Sören Gonther gelbgesperrt nur Zuschauer, am Freitag kann er wieder ins Geschehen eingreifen.
Gegen Kiel war Sören Gonther gelbgesperrt nur Zuschauer, am Freitag kann er wieder ins Geschehen eingreifen.  © picture point/Sven Sonntag

Das sei keine verdeckte Kritik an einzelne Spieler, sondern vielmehr eine Aufgabe fürs Kollektiv. "Wenn jeder den anderen pusht, werden wir das umbiegen", ist sich Gonther sicher.

Am Kampfgeist mangelt es jedenfalls nicht, wie auch Coach Dirk Schuster bestätigt: "Die Moral in der Mannschaft ist total in Ordnung. Ich glaube daran, dass wir in Osnabrück eine gute Partie spielen. Doch dazu müssen wir die kleinen Fehler, die wir gegen Kiel jeweils vor den Gegentoren und im eigenen Passspiel gemacht haben, abstellen."

Seine Lila-Weißen müssen außerdem mit der hitzigen Atmosphäre an der Bremer Brücke - erwartet werden rund 14.000 Zuschauer - klarkommen.

Schuster: "Osnabrück hat vor allem im eigenen Stadion sehr gute Spiele mit viel Power nach vorn abgeliefert. Wir müssen kompakt dagegenhalten, wollen aber auch Nadelstiche setzen."

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