0:0 gegen das Schlusslicht: Aues Nazarov vergibt die Chance auf den Sieg

Aue - Der FC Erzgebirge springt von Platz 14 auf 12, bleibt sich aber seiner Linie treu. Aue schafft es gegen die Kellerkinder einfach nicht, sich endgültig aus dem Keller zu befreien.

Gelbe Karte für Duisburg, Jan Hochscheidt schaut zu.
Gelbe Karte für Duisburg, Jan Hochscheidt schaut zu.  © Picture Point

Gegen das Schlusslicht MSV Duisburg reichte es vor 8100 enttäuschten Fans nur zu einem mageren 0:0. Es war eine Partie, die nur dieses Ergebnis zuließ.

Selten hatte Aue in einem Heimspiel so viel Platz. Duisburg hatte den eigenen Mannschaftsbus vorm Strafraum geparkt, versuchte anfangs gar nicht erst, Fußball zu spielen. Die abgewehrten Bälle flogen über die Köpfe der Mittelfeldspieler in die Auer Abwehrreihe.

Doch der FCE wusste nicht oft etwas mit dem angebotenen Raum anzufangen.

Ungünstiger Saisonauftakt für Aue: Testroet positiv auf Corona getestet!
FC Erzgebirge Aue Ungünstiger Saisonauftakt für Aue: Testroet positiv auf Corona getestet!

Die Veilchen waren präsent, gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe und spielten flott nach vorn. Doch dort fehlte nicht nur die letzte Konsequenz, sondern überhaupt die Konsequenz.

Gefährlich wurde es immer nur dann, wenn "Emma" Iyoha antrat. Nach dessen Flanke hatte Aue auch die beste Chance.

Doch Jan Hochscheidt (12.) bekam den Ball sechs Meter vor dem Tor nicht mehr mit dem Kopf gedrückt.

Pascal Testroet im Zweikampf mit Kevin Wolze.
Pascal Testroet im Zweikampf mit Kevin Wolze.  © Picture Point

Der MSV versuchte immer wieder die Partie zu verschleppen. Er ließ das Leder in den eigenen Reihen, brachte nach vorn so gut wie gar nichts auf die Ketten, hatte aber in der Tat die beste Möglichkeit der ersten 45 Minuten: Wieder mal nach einem Einwurf tauchte Cauly Olivera Souza (34.) vor Martin Männel auf, doch Fabian Kalig grätschte im letzten Moment dazwischen.

In der zweiten Hälfte änderte sich kaum etwas. Aue rannte an, das aber plan- und ideenlos. Zudem verzettelten sich die Veilchen immer mehr in Einzelaktionen, kontrolliert war der Spielaufbau nicht. Im Gegenteil.

Duisburg tat weder vorn noch hinten mehr als nötig, hatte aber erneut die beste Chance. Lukas Fröde (64.) zwang Männel mit einer tollen Direktabnahme zu einer Glanztat.

Daniel Meyer versuchte, das immer schwächer werdende Spiel anzukurbeln. Er brachte eine Viertelstunde vor Schluss Florian Krüger für Iyoha und Tom Baumgart für Robert Herrmann, fünf Minuten später Dimitrij Nazarov für Pascal Testroet.

Das wirkte, das Trio zog nochmal an. Krüger zog auf links davon, passte zurück, doch Nazarov (85.) drosch die Kugel aus fünf Metern übers Tor - das war Kunst, was für ein Brett! Gleich im Anschluss flog Duisburgs Fröde nach einem übeln Foul an Hochscheidt vom Platz - der letzte Höhepunkt einer niveauarmen Partie.

Jan Hochscheidt und Dustin Bomheuer.
Jan Hochscheidt und Dustin Bomheuer.  © Picture Point

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