"Veilchen" wollen Paderborner Hurra-Fußballer ausbremsen

Aue - Am Samstag wird sich zeigen, was ein Ausrutscher war, die beiden Siege gegen St. Pauli und in Duisburg oder das so enttäuschende 0:2 am Mittwoch daheim gegen Sandhausen.

Wollen heute wieder aufstehen: FCE-Torjäger Pascal Testroet (r.) und Abwehrchef Steve Breitkreuz.
Wollen heute wieder aufstehen: FCE-Torjäger Pascal Testroet (r.) und Abwehrchef Steve Breitkreuz.  © Picture Point

5:3-Sieg in Köln, 4:4 daheim gegen Magdeburg - der SCP verspricht Spektakel. In den sieben Spielen fielen bisher 30 Tore, 16 für die Ostwestfalen, 14 gegen sie.

Das ist der zweitbeste Sturm und die schlechteste Abwehr der Liga. Worauf legt Trainer Daniel Meyer Wert? Auf eine stabile Abwehr, um die Angriffswucht aufzufangen, oder auf den Angriff, um die labile Defensive der Gastgeber ins Wanken zu bringen? "Wir müssen die Balance finden", sagt er.

Das eine tun, ohne das andere zu lassen - so sein Motto: "Paderborn lebt von der Aufstiegseuphorie und dem Schwung nach vorn. Der SC hat aber das eine oder andere Mal erkennen müssen, dass in dieser Liga Fehler extremer bestraft werden. Da wollen wir ansetzen. Aus einer sicheren Deckung heraus wollen wir unsere Angriffe vortragen", so Meyer.

Dass dafür eine Kehrtwende um 360 Grad her muss, das weiß der Coach. So schlecht wie gegen Sandhausen darf sich Aue nie wieder präsentieren. Bei der Aufarbeitung hat Meyer nicht einfach nur einen Haken an die Partie gemacht. "Darüber mussten wir schon reden. Das Ergebnis ist das eine, aber die Art und Weise geht halt nicht. Wir mussten Ursachenforschung betreiben, ergründen, warum was passiert ist." Bleibt zu hoffen, dass es gelungen ist.

Stürmer Pascal Testroet geht fest davon aus. Er ist zwar erst seit zwei Monaten in Aue, kennt aber die Mentalität im Erzgebirge aus vielen Partien gegen den FCE.

Die "Veilchen" sind immer wieder aufgestanden: "Wir haben auch in dieser Saison schon gezeigt, dass wir Nackenschläge wegstecken können. Das war nach Ingolstadt so. Das war nach dem 0:1-Rückstand in Duisburg so. Sandhausen war einfach nur schlecht, dass wissen wir. Für uns ist es gut, dass wir das gleich wieder geraderücken können. Wir werden in Paderborn ein anderes Gesicht zeigen."

Daniel Meyer stapfte am Mittwoch fast 90 Minuten lang wütend durch seine Coachingszone. Die Partie hat er gründlich ausgewertet. Heute in Paderborn will sein Team wieder des Siegergesicht zeigen.
Daniel Meyer stapfte am Mittwoch fast 90 Minuten lang wütend durch seine Coachingszone. Die Partie hat er gründlich ausgewertet. Heute in Paderborn will sein Team wieder des Siegergesicht zeigen.  © Picture Point
Hand rauf, heute wird es besser: FCE-Trainer Daniel Meyer (r.) und Jan Hochscheidt.
Hand rauf, heute wird es besser: FCE-Trainer Daniel Meyer (r.) und Jan Hochscheidt.  © Picture Point

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