"Bockstarker" Wydra! War St. Pauli für den Auer Abwehrrecken endlich der Befreiungsschlag?

Aue - Humor hat Aues Dominik Wydra. Als er gefragt wurde, ob die Partie beim FC St. Pauli seine beste Saisonleistung war, antwortete er trocken: "Ich denke ja. Ich habe ja auch noch nicht so viel gespielt."

Nach dem Treffer zum 2:1 für den FCE jubelt Dominik Wydra (l.) mit Torhüter Martin Männel.
Nach dem Treffer zum 2:1 für den FCE jubelt Dominik Wydra (l.) mit Torhüter Martin Männel.  © Imago

Damit hat er Recht. Nach der Begegnung sollte sich das aber ändern, denn es gab für Wydra auch Lob von seinem Coach. "Das war bockstark, ganz ehrlich. Sehr souverän", lobte Daniel Meyer seinen Österreicher nach dem 2:1-Erfolg.

Der Trainer hat trotz schwächerer Leistungen Wydras in Magdeburg und nach der Einwechslung gegen Ingolstadt an ihm festgehalten. Viele hatten gefordert, Louis Samson ins Abwehrzentrum zu stellen. Doch Meyer entschied anders - zum Glück für den FC Erzgebirge.

"Ich freue mich einfach für ihn, dass er so perfekt funktioniert hat. Ich habe es schon mal im Winter gesagt, dass er ist rein von den Anlagen her ein fantastischer Fußballer ist, der das Potenzial hat, 1. Liga zu spielen. Er war ja nicht umsonst schon für die österreichische Nationalmannschaft nominiert", so Meyer.

Wydra hatte einen bislang unglücklichen Saisonverlauf. Im Vorjahr noch Stammspieler musste er in dieser Spielzeit immer wieder auf die Bank. Wenn er spielte, war er meist zu nervös, um zu liefern. Meyer nennt dabei das 0:2 gegen den SV Sandhausen, bei dem er den Verteidiger noch vor der Pause vom Feld genommen hatte.

Dominik Wydra (hint.) bot gegen den FC St. Pauli eine ganz starke Leistung, gewann fast u.a. jedes Kopfballduell. Hier setzt er sich gegen Alexander Meier durch.
Dominik Wydra (hint.) bot gegen den FC St. Pauli eine ganz starke Leistung, gewann fast u.a. jedes Kopfballduell. Hier setzt er sich gegen Alexander Meier durch.  © Picture Point/S. Sonntag

Nun scheint Wydra endlich angekommen zu sein in dieser Saison. "Ich hoffe, Sankt Pauli war sein Befreiungsschlag. Dass er es drauf hat, haben jetzt alle gesehen", sagt Meyer.

Der Österreicher überzeugte nach dem frühen Rückstand, schloss die Lücken, war im Zweikampf da, gewann nahezu jedes Kopfballduell und sorgte mit seinen präzisen Pässen immer wieder für gute Kontersituationen.

"Es ist ja auch so", lacht der 26-Jährige, "mit zunehmender Spielpraxis sollte man auch besser statt schlechter werden. Die letzten Partien waren für uns alle nicht so, wie wir sie uns vorgestellt hatten. Diesmal haben wir geliefert. Klar, beim Gegentor standen wir nicht gut. Aber danach hatten wir die Reihen geschlossen und haben uns gegenseitig geholfen." Und so soll es bleiben.

Aue-Coach Daniel Meyer.
Aue-Coach Daniel Meyer.  © Picture Point/S. Sonntag
Dominik Wydra hatte einen bislang unglücklichen Saisonverlauf.
Dominik Wydra hatte einen bislang unglücklichen Saisonverlauf.  © Picture Point/Gabor Krieg

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