Aue-Präsident Leonhardt spricht im Camp über die Zukunft des Vereins

Belek - Eine Woche lang war FCE-Präsident Helge Leonhardt mit der Mannschaft im Camp in Belek. Am Montag fliegt er wieder zurück nach Deutschland. An seinem letzten Tag hat er sich mit TAG24 in einem der zahlreichen Cafes im Titanic Deluxe Resort getroffen und über die Zukunft des Vereins, über Daniel Meyer, über Christian Tiffert und auch über finanzielle Aspekte geplaudert.

Redakteur Thomas Nahrendorf (l.) beim Abschlussgespräch mit Helge Leonhardt in Belek.
Redakteur Thomas Nahrendorf (l.) beim Abschlussgespräch mit Helge Leonhardt in Belek.  © Picture Point

TAG24: Herr Leonhardt, Aue steht im Winter so sicher wie lange nicht. Neun Punkte sind es Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Ist das auch eine Gefahr?

Leonhardt: "Ich erkenne keine. Weil ich zum einen sehe, wie konzentriert die Truppe hier in Belek arbeitet und zum anderen sind wir im Abstiegskampf erprobt. Uns haut nichts so schnell um. Zudem ist das Team gefestigt, und wir versprühen alle positive Energie, was wichtig ist. Trotzdem steht das Beispiel Würzburg vor zwei Jahren. Die Kickers hatten noch paar Punkte mehr und mussten runter. Ich hoffe, das passiert uns nicht. Nein, ich glaube es nicht."

TAG24: Magdeburg zum Auftakt wird gleich ein richtungsweisendes Spiel.

Leonhardt: "Das ist so. Wir können Magdeburg gleich wieder den Stecker ziehen, wenn wir dort punkten - und wir würden unsere Erfolgsserie fortsetzen. Das wäre richtungsweisend."

TAG24: War Trainer Daniel Meyer ein Glücksgriff für den FCE?

Leonhardt: "Er macht einen guten Job, eindeutig. Das muss ich wirklich sagen. Er ist nicht immer angenehm in seinem Verantwortungsbereich und das ist das Angenehme für mich. Daniel sagt, was er denkt. Er kann hart sein, das ist nicht immer einfach. Was mir gefällt: Er ist nicht beratungsresistent, mit ihm kann man sauber kommunizieren. Wir verstehen uns als Team. Die Strategie gibt der Verein vor, Vorstand und Präsident. Und er setzt sie mit seinem Team um."

Helge Leonhardt (l.) und Christian Tiffert schätzen und mögen sich. Die beste Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit.
Helge Leonhardt (l.) und Christian Tiffert schätzen und mögen sich. Die beste Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit.  © Imago

TAG24: Wie ist der FCE finanziell für die Zukunft gerüstet?

Leonhardt: "Sehr gut. Wie werden den Etat für die kommende Saison etwas steigern können, was auch folgenden Grund hat: Es gibt wie beim Fernsehgeld eine Tabelle für ,U23'-Spieler, die sich finanziell lohnt. Wir haben eine hohe Einsatzquote an jenen Akteuren, zum Beispiel Florian Krüger, Nicolai Rapp und auch Emmanuel Iyoha. Da liegen wir bei allen 36 Bundesligisten weit vorn, stehen da jetzt schon bei 700000 Euro in dieser Saison."

TAG24: Wie sieht es bei Florian Krüger aus, hat Schalke ein Rückkaufsrecht?

Leonhardt: "Über Vertragsinhalte kann ich nicht sprechen."

TAG24: Wir sind doch unter uns...

Leonhardt: "Wir haben den Spieler gekauft. Schalke hat ein Mitspracherecht, wenn wir ihn verkaufen würden. Aber es ist alles zu unseren Gunsten gestrickt."

TAG24: Christian Tiffert hört nach der Saison auf. Vor zwei Jahren im Spanien-Camp sagten Sie, Sie wollen ihn nach Karriereende im Klub behalten. Steht das Angebot noch?

Leonhardt: "Natürlich. Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit ihm, seine Situation jetzt ist nicht einfach. Aber wir wollen ihn behalten. Er macht seinen A-Schein. Ich möchte ihn im sportlichen Bereich mit einbinden, ob als Trainer oder Scout, das werden wir sehen. Ich könnte mir für ihn die Position des Teammanagers bei uns gut vorstellen. Christian ist ein sehr wertvoller Mensch, ich möchte, dass er bei uns bleibt."

Das Wasser ist sein Element: Helge Leonhardt zog als ehemaliger Kampfschwimmer im Pool seine Bahnen.
Das Wasser ist sein Element: Helge Leonhardt zog als ehemaliger Kampfschwimmer im Pool seine Bahnen.  © Picture Point

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