"Totgesagte leben länger": Aue nimmt sich St. Pauli zum Vorbild

FCE-Keeper Martin Männel (M.) will sich von Domi Kumbela (r.) nicht schon wieder zwei Dinger einfangen.
FCE-Keeper Martin Männel (M.) will sich von Domi Kumbela (r.) nicht schon wieder zwei Dinger einfangen.  © Picture Point

Aue - Die Rote Laterne des Tabellenschlusslichts soll beim FC Erzgebirge Aue nur eine Momentaufnahme sein. Aus diesem Grund erwartet Trainer Pavel Dotchev von seinem Team am Freitag bei Eintracht Braunschweig eine couragierte Leistung.

"Wir brauchen jetzt viele Punkte, wollen in Braunschweig anfangen, diese zu holen", fordert der Bulgare.

Es wird ein Spiel, in dem beide Teams Druck haben, die Eintracht vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

Braunschweig ist noch sieglos (zwei Remis, eine Niederlage) im Kalenderjahr 2017, will als Dritter die direkten Aufstiegsplätze nicht aus den Augen verlieren.

Aue braucht die Punkte, um eventuell sogar wieder auf den ersten Nichtabstiegsplatz zu springen.

Befreundete Kollegen: Torsten Lieberknecht (r.) und Pavel Dotchev.
Befreundete Kollegen: Torsten Lieberknecht (r.) und Pavel Dotchev.  © Igor Pastierovic

"Aus unserer Sicht kann ich nur sagen, es kann ja nicht schlechter werden", hat sich Dotchev noch ein Stückchen Resthumor bewahrt:

"Ich sehe es auch nicht unbedingt so, dass wir gewaltig Druck haben. Wir können munter drauf los spielen. Wie heißt es immer so schön: Totgesagte leben länger. Das wollen wir unter Beweis stellen."

Mut soll seinem Team das machen, was der FC St. Pauli in der Rückrunde geschafft hat. Die Kiezkicker schlossen binnen zwei Spieltagen auf, ließen nun sogar Aue hinter sich.

Die Hamburger gewannen ihre letzten beiden Spiele - in Braunschweig und daheim gegen Dresden (zum Spielbericht).

Dieselbe Konstellation steht jetzt dem FC Erzgebirge bevor. "Pauli hat es uns vorgemacht", sagt Dotchev. Jetzt soll sein Team nachziehen.

Kapitän Martin Männel fordert von seinen Kollegen, die vergangenen Spiele vergessen zu machen.

"Wir müssen Braunschweig mit einhundertprozentigem Einsatz zermürben“, fordert der Torhüter und betont: „Wir müssen jetzt anfangen, kontinuierlich dreifach zu punkten."


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