Großer Fight: Aue erkämpft sich Punkt gegen den HSV

Hamburg - 6000 mitgereiste FCE-Fans feierten nach dem Abpfiff und verwandelten den Volkspark in eine lila-weiße Erzgebirgs-Meile.

6000 mitgereiste FCE-Fans feierten nach dem Abpfiff und verwandelten den Volkspark in eine lila-weiße Erzgebirgs-Meile.
6000 mitgereiste FCE-Fans feierten nach dem Abpfiff und verwandelten den Volkspark in eine lila-weiße Erzgebirgs-Meile.  © Picture Point/S. Sonntag

Die Veilchen haben beim großen HSV nach einer enormen Willensleistung ein 1:1 (1:0) geholt. Vor 52354 Zuschauern zeigten die Auer einen beherzten Kampf, lagen zur Pause durch ein Tor von Philipp Zulechner sogar in Führung. Der Punkt ist viel, sehr viel Wert. Kompliment, das war bockstark!

Ja, was willst du Negatives über diese erste Hälfte schreiben? Na gar nichts! Das war top. Kampf, Laufbereitschaft, der Wille sich zu quälen, Herz, Mut. Es war alles da. Aue besorgte sich vom naheliegenden Flughafen erstmal eine Boing und parkte die vorsorglich hinter Martin Männel im Tor. Daniel Meyer ließ mit Viererkette spielen mit Dominik Wydra als defensiven Sechser davor - ein guter Schachzug.

Der HSV rannte permanent an, doch Aue war da. Der FCE ging rigoros in die Zweikämpfe, bot Hamburg keinen Zentimeter, warf sich in alles. Der Gastgeber hatte zwar 65 Prozent Ballbesitz, doch Männel kam nie ins Schwitzen, weil seine Vorderleute hellwach waren. Im Grunde wurde es nur einmal kritisch, als sich Fabian Kalig (31.) in die Schüsse von Bakery Jatta und Leo Lacroix warf und so den Einschlag verhinderte. Aber sonst fehlten dem Dino die Ideen, das lila Bollwerk auszuhebeln.

Bakery Jatta (l.) im Zweikampf mit Fabian Kalig.
Bakery Jatta (l.) im Zweikampf mit Fabian Kalig.  © Picture Point/S. Sonntag

Und dann schlug Aue zu. Wie man so schön sagt aus heiterem Himmel, denn so oft waren die Veilchen nicht vorm Tor. Nach einer Ecke von Philipp Riese segelte Julian Pollersbeck bedrängt von Dennis Kempe an der Kugel vorbei, Philipp Zulechner lauerte dahinter und schweißte die Kugel mit links unters Dach - 1:0 (43.).

Jeder konnte sich aber ausmalen, was nach der Pause folgen würde. Der HSV kam wie ein Wirbelsturm aus der Kabine, drückte die Gäste hintenrein. Für den FCE kam erschwerend hinzu, dass mit Dennis Kempe ein Ruhepol und Zweikampfmonster raus musste, für ihn gab Jan Kral sein Debüt in Lila. Und ausgerechnet über seine Seite fiel der Ausgleich. Khaled Nayrey flankte aus den langen Pfosten, Orel Mangala brachte die Kugel zurück in die Mitte und Manuel Wintzheimer schob ein - 1:1 (53.)

Aue hielt sich nicht lange mit dem Ausgleich auf, krempelte die Ärmel noch einmal höher, kam aber in der Phase kaum mehr hinten raus, spielte zudem seine wenigen Konter zu unkonzentriert aus. So blieben die Rothosen am Drücker. Doch immer wieder war es der bärenstarke Wydra, der seinen Hinterleuten viel abnahm. Er ragte in dieser Top-Mannschaft heraus!

Aber beim FCE schwanden die Kräfte, der HSV legte mit Pierre-Michael Lasogga und Aaron Hunt nochmal nach - wohl dem, der das kann. Tief durchatmen mussten alle nochmal nach 85 Minuten, als eben jener Hunt einen Freistoß aus 22 Metern an die Latte hämmerte. Der Rest war Jubel!

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