Aue: Bergbauverein steckt Kraft und Geld ins alte "Brünnel"

Aue - Über Jahrhunderte versorgte der Heidelsbergbach Anwohner mit kristallklarem Wasser. Jetzt tröpfelt die gesunde Quelle nur noch - der Historische Bergbauverein Aue bringt das Wasser nun wieder zum Fließen und repariert das alte "Brünnel". Eine Hilfe mit Hindernissen.

Die Mitglieder des Historischen Bergbauvereins Aue haben das "Brünnel" schon wieder zum Fließen gebracht.
Die Mitglieder des Historischen Bergbauvereins Aue haben das "Brünnel" schon wieder zum Fließen gebracht.  © Uwe Meinhold

Schon 1661 floss das Wasser aus dem Segen Gottes Stolln und dem Vestenburger Stolln über eine Wasserleitung zum Brunnen an der Bergfreiheit. Anwohner schöpften seither das gesunde Wasser (viele Mineralien). Vor rund 200 Jahren bauten Bergleute zudem ein Brunnenhäuschen.

Anfang des Jahres versiegte die Quelle. Der Verein alarmierte eine Kanalbaufirma. Sie sollte die alte Leitung spülen. "Dabei blieb der Spülschlauch stecken", ärgert sich der Vereinsvorsitzende Andreas Schwarczenberger (61).

Für 1800 Euro wird eine Baufirma den Spülschlauch rausholen. Im Frühjahr will der Verein zudem ein Wasserrohr verlegen lassen. Trotz Eigenleistung kostet das den Verein rund 10.000 Euro. Andreas Schwarczenberger: "Hoffentlich wird die Stadt Aue diese Kosten weitgehend übernehmen."

An Fleiß mangelt es dem Bergbauverein nicht. Zuvor hatten die Mitglieder dem Brunnenhäusel bereits ein neues Dach verpasst und die Fassade gestrichen. "Das fehlende Wasser ist wirklich ein Problem", weiß der Vorsitzende.

"Der Heidelsbergbach ist so beliebt, dass Menschen dort kanisterweise Wasser schöpfen."

Wasser marsch! Das "Brünnel" fließt wieder.
Wasser marsch! Das "Brünnel" fließt wieder.  © Uwe Meinhold
Eine Infotafel erklärt die jahrhundertealte Geschichte des "Brünnel".
Eine Infotafel erklärt die jahrhundertealte Geschichte des "Brünnel".  © Uwe Meinhold

Mehr zum Thema Erzgebirge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0