Schiedsrichter Zorn treibt Aue die Zornesröte ins Gesicht

Die Entscheidungen des Schiedsrichters sorgten für reichlich Aufregung bei den Spielern von Aue.
Die Entscheidungen des Schiedsrichters sorgten für reichlich Aufregung bei den Spielern von Aue.

Von Thomas Nahrendorf

Großaspach - Schiedsrichter Justus Zorn trieb dem FC Erzgebirge selbige Falten auf die Stirn. Bei seinem Drittliga-Debüt hatte der Freiburger nicht seinen besten Tag erwischt. Mit gravierenden Fehlentscheidungen zog er Aue den Zahn.

Seine Leistung hatte ein Geschmäckle. Doch nur er allein war für das 0:2 (0:1) in Großaspach nicht verantwortlich. Die drückend überlegenen Gäste scheiterten auch an ihrer mangelhaften Offensive.

Björn Kluft kam für den verletzten Max Wegner - das war die einzige Änderung zu Osnabrück. Aue übernahm im Sonnenhof sofort das Kommando, spielte ruhig aus der Abwehr heraus.

Meist versuchten es die Spieler über lange, diagonale Bälle. Die fanden aber zu selten einen Abnehmer. Philipp Riese spulte im Mittelfeld ein enormes Pensum ab, verteilte die Bälle klug.

Sie kämpften, doch es half nichts. Aue steckte eine bittere Niederlage ein.
Sie kämpften, doch es half nichts. Aue steckte eine bittere Niederlage ein.

Aber 25 Meter vor dem Tor war das Spiel wie abgeschnitten. Da kam der FCE nicht durch.

Die SG kam erstmals nach 18 Minuten vors Tor, doch da klingelte es dann auch. Aber irregulärer ging der Treffer nicht. Mike Könnecke foulte Timo Röttger 20 Meter vor dem Gehäuse. Bis dahin alles ok.

Als Martin Männel seine Mauer richtete und Schiedsrichter Justus Zorn auf seine Pfeife zeigte, dass nur er den Freistoß freigibt, zog Michele Rizzi ab, ohne das ein Pfiff ertönte. Der Treffer zählte trotz der wütenden Auer Proteste.

Kurz danach war Nicky Adler (22.) durch zwei SG-Kicker durchgeschlüpft, stand frei vor Christopher Gäng, doch da ertönte seltsamerweise der Abseitspfiff.

Aue zeigte sich geschockt von den zwei Aktionen, konnte erst zum Schluss hin Akzente setzen. Doch bei zwei, drei gut angelegten Angriffen fehlte der letzte Pass, der stets zu schlampig kam.

Pawel Baranowski sah in der 70. Minute die Rote Karte nach einem Foul an Rizzi.
Pawel Baranowski sah in der 70. Minute die Rote Karte nach einem Foul an Rizzi.

Aue kam mit Wut aus der Kabine, legte jetzt eine Schippe drauf, vor allem was Riese spielte, war super anzusehen. Doch der FCE musste immer auf der Hut sein, dann Großaspach konterte.

So konnte Männel (53.) 35 Meter vor seinem Tor gerade noch vor Röttger klären. Aber Aue kam, drückte die SG hinten rein. Das sah aus wie beim Handball.

Was blieb, war die Ungenauigkeit beim letzten Pass und eine mangelnde Chancenverwertung.

Den Schwung der Auer bremste dann wieder Zorn, der nach einem Foul von Pawel Baranowski an Rizzi (70.) im Mittelfeld völlig überraschend Rot zog, eine überzogene Entscheidung!

Doch der FCE gab nicht auf, versiebte aber auch die besten Chancen: Der eingewechselte Tom Nattermann (77.) setzte sich nach Skarlatidis-Pass super durch, scheiterte aber an Christopher Gäng. Der muss rein!

Und wenn du deine Dinger vorn nicht machst, klapperts hinten. Tobias Rühle (81.) schloss einen Konter zum 2:0 ab.

Fotos: Picture Point/S. Sonntag


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0