Hier schützen Auer einen Mitspieler vor der gelben Karte

Dotchevs Ansage in der Halbzeitpause machte Kvesic stark.
Dotchevs Ansage in der Halbzeitpause machte Kvesic stark.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Der Auer Adam Susac wird nicht mehr groß gebraucht. Als Abwehr-Stabilisator schon, als Übersetzer von Mario Kvesic kaum noch. Er versteht schon alle Fragen - nur beantworten muss sie Susac noch.

Und da hatte das Abwehr-Ass zu tun. Kumpel Kvesic war nach seinem Siegtor gegen Mainz ein gefragter Mann. Zum zweiten Mal schoss er das 1:0, zum zweiten Mal vom Punkt.

„Meine letzten Spiele waren nicht gut“, gibt der kleine Bosnier zu. In Rostock und Cottbus saß er sogar nur auf der Bank. Auch gegen Mainz brauchte er 45 Minuten Anlaufzeit, ehe er aufdrehte.

„Ich hatte ein bisschen mentale Probleme, war nicht so sicher. Der Trainer hat zur Pause gesagt, ich soll nicht nachdenken und das machen, was ich mir zutraue“, sagte er nach einer starken zweiten Hälfte.

Da leitete er nahezu jeden Angriff ein - und traf aus elf Metern. „Ich schaue zur Hälfte auf den Torhüter und zur Hälfte auf mich“, grinste er. Sein Schuss war präzise und unhaltbar.

Dass Aue eine geschlossene Einheit ist, war nach dem Treffer zu sehen. Kvesic zog im Überschwang der Gefühle sein Trikot aus.

Seine Mitspieler bildeten eine große Traube, um ihn zu schützen. Eigentlich hätte er Gelb sehen müssen, es wäre seine fünfte Verwarnung gewesen...

Mit diesem Jubelkreis wurde Kvesic vor der gelben Karte wegen Trikotausziehens bewahrt.
Mit diesem Jubelkreis wurde Kvesic vor der gelben Karte wegen Trikotausziehens bewahrt.

Fotos: Picture Point/S. Sonntag


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