Nach Nazi-Skandal: Aue will hart durchgreifen

Mit diesem Banner sorgten die Fans für den Nazi-Skandal.
Mit diesem Banner sorgten die Fans für den Nazi-Skandal.

Von Thomas Nahrendorf

AUE - Wie kamen die Spruchbänder in das Stadion? Wer sind die auf den Fotos sehr gut zu erkennenden Personen, die sie hochgehalten haben?

Wer sind die Initiatoren im Hintergrund? Wie konnten einige wenige nach Spielschluss über den Zaun klettern? Haben einige Abläufe nicht gestimmt? Wie kann so etwas in Zukunft verhindert werden? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden?

Fragen, die FCE-Präsident Helge Leonhardt zusammen mit all seinen Mitstreitern im Verein beantworten muss, um beim DFB mit einer vergleichsweise glimpflichen Strafe davon zu kommen. In etlichen Sitzungen wird der Freitag ausgewertet. Der Verband hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und wird nun ganz genau beobachten, was im Lößnitztal passiert. Trotzdem nahm sich der 56-Jährige die Zeit und sprach mit MOPO24 über dieses sensiblen Thema.

Helge Leonhardt (hinten links) neben seinem Bruder Uwe (rechts).
Helge Leonhardt (hinten links) neben seinem Bruder Uwe (rechts).

MOPO24: Eine harte Zeit für Sie und den Verein, der DFB ermittelt gegen den FC Erzgebirge aufgrund der Vorkommnisse vom Spiel gegen RB. Wie reagieren Sie nun?

Helge Leonhardt: „Wir müssen bis zum 16. Februar beim DFB Stellung beziehen. Wir haben uns eindeutig positioniert, werden diese üblen Vorkommnisse mit aller Sorgfalt auswerten. Wir werden versuchen, die Schuldigen dingfest zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. Das ist unsere Pflicht. Das ist nicht Aue, das sind wir nicht. Diejenigen, die uns jetzt geschadet haben, gehören nicht zu uns.“

MOPO24: In Aue geht es eigentlich immer friedlich sowie gesittet zu und jetzt das.

Helge Leonhardt: „Das ist genau der Punkt. Das muss ich eindeutig sagen: Wir haben eine andere Tradition, haben absolute Fans, keine gewaltbereiten Anhänger, eine positive Fankultur. Hinter diese Fans muss und werde ich mich stellen, damit diese nicht in Verruf kommen. Deshalb müssen wir ein Zeichen setzen und dieses mit alle Härte durchziehen.“

Fotos: Worbser, Picture Point


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