Aue-Boss Leo: "Stipic braucht keinen Hund an seiner Seite!"

FCE-Boss Helge Leonhardt (li.) sieht keinen weiteren Bedarf neben Tomislav Stipic.
FCE-Boss Helge Leonhardt (li.) sieht keinen weiteren Bedarf neben Tomislav Stipic.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Nach dem verpatzten Deal mit Slavko Perovic stellt sich beim FC Erzgebirge die Frage: Fehlt nicht doch ein Sportdirektor, mit dem das Durcheinander vermeidbar gewesen wäre? FCE-Boss Helge Leonhardt beantwortet die Frage eindeutig.

„Nein!“

Nach der Beurlaubung von Falko Götz trat auch Jens Stopp als Sportvorstand zurück, seither gibt es den Posten beim FCE nicht mehr.

Leonhardt sieht zurzeit auch keinen Grund, wieder einen zu installieren.

„Wir haben ein Kompetenzteam mit Tommy Stipic an der Spitze, mit Steffen Ziffert, dem Vorstand, meiner Wenigkeit sowie einem Netzwerk von Scouts und Beratern.

Das Abenteuer Aue endete für ihn, bevor es begann: Die Verpflichtung von Slavko Perovic platzte nach nur einer Trainingseinheit.
Das Abenteuer Aue endete für ihn, bevor es begann: Die Verpflichtung von Slavko Perovic platzte nach nur einer Trainingseinheit.

Wir wissen genau, was wir tun“, begründet der Boss, warum er auf diese Funktion verzichtet, außerdem: „Tommy braucht zum jetzigen Zeitpunkt keinen zusätzlichen Hund an seiner Seite.“

Leonhardt habe die Zeit seines Amtsantrittes mit allen zusammen genutzt, wieder Struktur ins Team zu bekommen.

„Der Kader, der im Sommer zusammengestellt wurde, hat zu Beginn nicht funktioniert. Trotzdem war unser Ziel, im Winter nicht auf einem Abstiegsplatz zu stehen, was wir nicht geschafft haben.

Daher haben wir uns fast täglich zusammengesetzt und alles neu strukturiert, haben überlegt, welcher Spieler kann uns in der Rückrunde helfen, welcher nicht, wo müssen wir ansetzen“, so Leonhardt.

„Ich glaube nicht, dass uns weder im Herbst noch jetzt ein Sportdirektor vorangebracht hätte.“

Im Grunde sind alle in diese Rolle geschlüpft, Leonhardt sieht seine Funktion als Präsident nicht nur als Repräsentant des Vereins, sondern er packt federführend mit an.

Gemeinsam klopfen sie den Spielermarkt ab, der überschaubar ist mit Fußballern, die finanzierbar sind und zudem sportlich sofort helfen können.

„Und weil das schwierig ist, überstürzen wir nichts, wählen sorgfältig aus.“

Und zur Not sortieren sie auch wieder aus, wenn es nicht passt - siehe Slavko Perovic.

Foto: Picture Point, Thomas Nahrendorf


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