Wochenlang kein O2-Netz! Darum konnte man in Aue nicht telefonieren

Aue - Drei Wochen lang war das Mobilfunknetz von Telefónica O2 in Aue gestört. Betroffen waren auch O2-Prepaid-Discounter wie Aldi-Talk, die dasselbe Netz nutzen. Die sollen jetzt Schadenersatzansprüche anmelden.

Kein Anschluss im Netz von Telefónica: 21 Tage lang war in Aue wie hier am Marktplatz das O2-Handynetz tot.
Kein Anschluss im Netz von Telefónica: 21 Tage lang war in Aue wie hier am Marktplatz das O2-Handynetz tot.  © Maik Börner

Am 17. Juli gab es erste Probleme im O2-Netz: Handygespräche brachen ab oder konnten gar nicht erst aufgebaut werden.

Erst seit vergangenem Dienstag können Nutzer des O2-Netzes wieder telefonieren. "Die Stadtverwaltung war zum Glück nicht betroffen. Unsere Diensthandys nutzen das Vodafone-Netz", sagt Kristina Ebert (39), Vize-Sprecherin von Aue-Bad Schlema, der mit 20 000 Bewohnern einwohnerstärksten Stadt im Erzgebirge.

Ebert selbst war dagegen als O2-Kundin sehr wohl betroffen. "Ich musste Mails zu Hause im WLAN checken." "Es handelte sich im Gebiet rund um Aue um umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen an einigen Standorten, die aufgrund ihrer Komplexität leider nicht im üblichen Zeitrahmen erledigt werden konnten", erklärt Telefónica-Sprecher Jörg Borm.

"Unter anderem mussten Auflagen in Bezug auf die Arbeitssicherheit eingehalten werden." Zur Zahl betroffener Kunden und deren Entschädigung sagt Borm nichts.

Verbraucherschützer raten, Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

"Umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen": Während Aue ohne Netz war, konnte man im benachbarten Bad Schlema telefonieren.
"Umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen": Während Aue ohne Netz war, konnte man im benachbarten Bad Schlema telefonieren.  © imago images/MIS

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