Torlos in Hamburg: Aue tritt auf der Stelle

Aue kämpfte, kratzte und biss: Es half nichts, das Spiel endete 0:0.
Aue kämpfte, kratzte und biss: Es half nichts, das Spiel endete 0:0.

Von Thomas Nahrendorf

Hamburg - Ein Spiel ohne große spielerische klasse, aber mit Rasse, Herz, Tempo und viel Leidenschaft. Die Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Erzgebirge Aue endete vor einer atemberaubenden Kulisse torlos.

22590 Fans, davon 1200 aus dem Erzgebirge, sahen diesen gnadenlosen Abnutzungskampf. Kratzen, beißen, kämpfen: Es war von der ersten Sekunde an ein rassiges, intensives Spiel mit vielen kleinen Fouls.

Der Rasen wurde im Hamburger Mistwetter ordentlich umgepflügt. 20 Minuten musste Aue ein Powerplay über sich ergehen lassen.

St. Pauli drückte, der FCE kam kaum hinten raus, stand aber sehr gut. Glück hatte der Gast nach 16 Minuten, als ein Kopfball von Julian Koch ans Lattenkreuz klatschte.

Beide Teams gingen bis in die Endphase ein hohes Tempo, wurden für ihr Engagement aber nicht belohnt.
Beide Teams gingen bis in die Endphase ein hohes Tempo, wurden für ihr Engagement aber nicht belohnt.

Dann begannen Minuten voller Pech: Erst musste Arvydas Novikovas (20.) mit Adduktorenproblemen raus, im Anschluss hatte Schiedsrichter Markus Schmidt schon die Pfeife im Mund, als Koch Clemens Fandrich im Strafraum in den Rücken sprang.

Keine zwei Minuten später musste Fandrich nach einem üblen Foul von Enis Alushi raus - Sprunggelenksverletzung.

Freistoß gab es da übrigens nicht. Und zum Schluss scheiterte Stefan Mugosa (28.) nach einer Ecke per Kopf am glänzend reagierenden Robin Himmelmann.

In dieser Phase hatten die Auer längst das Kommando übernommen, erkannten, dass Hamburg in der Abwehr seine Probleme hatte. Doch machten sie es sich mit leichten Ballverlusten selbst schwer.

In der zweiten Hälfte ging es so weiter. Es war ein Kampf bis zum Erbrechen, ein Krimi, bei dem Aue die klare Linie spielte.

So Dorian Diring, der Mike Könnecke (51.) schickte, dem frei vorm Tor die Nerven versagten. Ohne wenn und aber: Der muss rein! Aber auch St. Pauli wollte, Christopher Nöthe (59.) bolzte den Ball frei vor Martin Männel auf die Tribüne hinter dem Tor.

Erstaunlich war, das beide bis in die Schlussphase dieses hohe Tempo gehen konnten, wobei der FCE größere Anstrengungen unternahm, die Partie zu gewinnen.

Unaufhörlich berannten sie das Tor, doch unterm Strich kam zu wenig raus. Das bewiesen auch zwölf Ecken, von denen nur zwei gefährlich waren.

Dusel hatten die Erzgebirger in ihrer berühmt berüchtigten 82. Minute, als Männel nach einer Flanke zu spät gegen John Verhoeg kam, der an den Außenpfosten köpfte. So gesehen ein gerechtes Remis.

Clemens Fandrich musste nach einem Foul mit Sprunggelenksverletzung raus.
Clemens Fandrich musste nach einem Foul mit Sprunggelenksverletzung raus.

Fotos: Picture Point


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