3:2! Nazarov schießt Veilchen mit Abpfiff zum Dreier

Aue - Wahnsinn! Puuuh! Mit dem Abpfiff schoss Dimitrij Nazarov seine Veilchen vom Elfmeterpunkt zum glücklichen, aber verdienten 3:2 (2:1) über den VfL Bochum.

Pascal Testroet trifft zum 2:0 gegen den Bochumer Torhüter Manuel Riemann.
Pascal Testroet trifft zum 2:0 gegen den Bochumer Torhüter Manuel Riemann.

Vor 10150 gab Aue zunächst einen 2:0 aus der Hand, kassierte das 2:2. Doch als Emmanuel Iyoha mit dem letzten Angriff im Strafraum gefoult wurde, zeigte Nazarov, welche Nerven er hat. Eine unglaubliche Geschichte. Der FCE ist jetzt 13., vor Dynamo und sechs Punkte weg von Rang 16. Wahnsinn!

Die erste große Choreo im neuen Stadion! "De besten Zeiten zinne wieder auf..." stand auf dem lila-weißen Spruchband. Übersetzt: "Die besten Zeiten ziehen wieder auf". Und die kamen. Aue brauchte genau sieben Minuten, um die nötige Ruhe zu finden.

Dann malte der FCE einen tollen Angriff auf die Wiese: Dominik Wydra bediente Jan Hochscheidt, der Pascal Testroet schickte. "Paco" legte den Ball im Sprung mustergültig in den Lauf von Philipp Zulechner. Er nahm die Kugel perfekt mit, drehte Gegenspieler Dominik Baumgartner einmal komplett auf links und zog aus 18 Metern ab. Der Ball schlug im rechten Eck ein - 1:0 (7.).

Bitter: Der Torschütze musste nach 23 Minuten vermutlich mit einer Leistenverletzung vom Feld, für ihn kam Emmanuel Iyoha.

Pascal Testroet, Torschütze zum 2:0 (l.) und Stylianos Kokovas.
Pascal Testroet, Torschütze zum 2:0 (l.) und Stylianos Kokovas.  © picture point/Sven Sonntag

Aue überließ nach der frühen Führung den Gästen das Feld, verteidigte konsequent und konzentriert, setzte immer wieder Nadelstiche. Ein Stich saß - unter gütiger Mithilfe der Bochumer.

Robert Tesche sprang 40 Meter vorm eigenen der Ball zu weit weg. Hochscheidt legte mit der Hacke auf Testroet. Er zog einen Sprint an, schoss aus 20 Metern und traf - 2:0 (38.)! Der 14. Saisontreffer des Top-Torjägers.

Kurz vor der Pause pennte der FCE aber einmal. Tesche hebelte die Abwehr mit einem Pass in die Tiefe aus, Jan Kral kam zu spät. Milos Pantovic flankte und Lukas Hinterseer (44.) köpfte völlig frei ein.

Die Partie war noch lange nicht durch. Das zeigte allein die 46. Minute, als Chung-Yong Lee den Ball aus 22 Metern aufs Veilchen-Lattenkreuz schlenzte. Der VfL gab Gas, der FCE hielt dagegen. Jetzt entwickelte sich eine rasante Partie, die auf Messers Schneide stand. Bochum hatte Chancen zum 2:2, Aue zum 3:1, spielte aber seine Konterchancen viel zu überhastet aus. Vor allem Iyoha verlor immer wieder die Übersicht.

Es gab kaum Atempausen in der zweiten Hälfte. Wohl dem, der seine Herztropfen mit hatte. Die waren für die Schlussphase auch dringend notwendig, weil Aue ein zweites Mal in der Luft nicht gegenhalten konnte. Der Sekunden zuvor eingewechselte Mboussy Ganvoula flog in eine Flanke, Kral kam nicht mit hoch - 2:2 (76.). Den Lucky Punch setzte Aue: Im letzten Angriff setzte sich Iyoha durch, wurde von Tim Hoogland im Strafraum umgerissen - Elfmeter in der 94. Minute.

Der eingewechselte Dimitrij Nazarov hatte Eier aus Stahl, trat, verwandelte sicher und tauchte ab im Jubelmeer.

Dimitrij Nazarov trifft in der Nachspielzeit zum 3:2.
Dimitrij Nazarov trifft in der Nachspielzeit zum 3:2.  © picture point/Sven Sonntag

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