Monatelanger Terror gegen Lehrer: Gericht verurteilt 15-Jährigen

Auerbach/Vogtland - Prozess gegen einen ehemaligen Schüler (15) des Goethe-Gymnasiums vor dem Amtsgericht Auerbach. Wegen der Bedrohung eines Mitschülers (14) und wegen Betruges verurteilte ihn das Gericht zu Auflagen, darunter sozialer Arbeit. Doch für den Jungen ist der Ärger noch nicht vorbei. Ihm drohen zwei weitere Prozesse.

Am Goethe-Gymnasium in Auerbach/V. terrorisierte ein Schüler (15) monatelang Lehrer mit Fake-Bestellungen.
Am Goethe-Gymnasium in Auerbach/V. terrorisierte ein Schüler (15) monatelang Lehrer mit Fake-Bestellungen.  © DPA

Aus Schutz für den minderjährigen Täter verhandelte das Jugendschöffengericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit, hält sich auch bei Aussagen zurück.

Aus Frust über Lehrer startete der junge Auerbacher offenbar einen Rachefeldzug gegen die Schule. Er soll Pädagogen mit falschen Bestellungen im Internet terrorisiert haben. Unter ihrem Namen habe er ab 2017 Waren von Pizzen über Reisen bis zu Waschmaschinen bestellt. Zudem gab es den Zwischenfall mit einem Mitschüler. Der Verurteilte soll ihn im Januar 2018 mit einem Messer bedroht haben.

Der Jugendliche wurde von der Schule verwiesen. Doch der Terror wurde offenbar schlimmer.

Im Mai 2018 soll der Jugendliche eine Amokdrohung gegen die Schule im Internet gepostet und weitere Fake-Bestellungen für Lehrer aufgegeben haben. Hier laufen die Ermittlungen noch.

Im August soll er die Zwickauer Polizei mit einer weiteren Amokdrohung erpresst haben. Angeblich forderte er 10.000 Euro in Bitcoin. Dazu liegt eine Anklage beim Amtsgericht Zwickau vor.

Titelfoto: DPA

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