Tierische Randale! Specht hämmert sich in Haus

Ein Specht pickt sich in die Fassade des Auerbacher Hauses.
Ein Specht pickt sich in die Fassade des Auerbacher Hauses.

Auerbach - Die Natur kennt keine Hindernisse! Ein Specht auf Nahrungssuche hämmerte sich nervtötend in die 16 Zentimeter dicke Wärmeschutz-Wandverblendung eines Wohnblocks Am Feldschlösschen. Anwohner sind aus dem Häuschen.

„Was ist, wenn sich darin Wasser sammelt?“, fragt Danny Gipser-Möckel (24). Das faustgroße Loch befindet sich an der Außenwand seiner Wohnung im obersten Stock. „Es ist auch möglich, dass sich Meisen darin einnisten“, so der Mechatronik-Azubi.

Spechtbohrungen sind wohl häufiger in Auerbach. „An unseren Objekten werden regelmäßig Löcher entdeckt. Das passiert mehrmals im Jahr“, sagt Eigentümerin Dagmar Blechschmidt, Chefin der Auerbacher Wohnbau.

Was also tun gegen den Spechtbefall?

Danny Gipser- Möckels (24) Wohnung liegt dahinter, ihn stört die Specht-Randale.
Danny Gipser- Möckels (24) Wohnung liegt dahinter, ihn stört die Specht-Randale.

Abschreckung fällt weg. Blechschmidt: „Dazu müssten wir überall Flatterbändchen anbringen. Das stört aber geräuschempfindliche Anwohner.“ Denn die Bändchen irritieren die Vögel nicht nur durch Bewegung und Lichtreflexe, sondern auch durch Rascheln und Knistern.

Experten wie der Naturschutzbund raten zu möglichst glatten Putz der Ziegelblenden. „Wir gehen aber nicht von bleibenden Schäden aus“, meint Frau Blechschmidt.

Wie die anderen Auerbacher Specht-Bohrungen soll auch das Loch Am Feldschlösschen gestopft werden. Mieter Gipser-Möckel: „Hoffentlich, bevor der Winter kommt.“

Der randalierende Specht ist mittlerweile ausgeflogen.

Fotos: Franko Martin (1), Axel Petermann (2)


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