Sie bedrohte und demütigte einen Jungen: Ex-Erzieherin muss Geldstrafe zahlen

Auerbach/V. - In Auerbach im Vogtland stand eine ehemalige Erzieherin wegen Misshandlung vor Gericht. Das Verfahren wurde nun gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt.

Die Erzieherin demütigte mehrfach einen fünf Jahre alten Jungen. (Symbolbild)
Die Erzieherin demütigte mehrfach einen fünf Jahre alten Jungen. (Symbolbild)  © 123RF, Elena Nichizhenova

Die 30-Jährige war bis 2018 als Teamleiterin in einer Wohngruppe im Göltzschtal tätig. Dort misshandelte sie einen Jungen (5).

Das fünf Jahre alte Kind soll ein paar mal mit den Fingern geknackt haben, daraufhin holte die Frau ein Messer und drohte ihm die Finger abzuschneiden.

Doch damit nicht genug: Die 30-Jährige, die jetzt als Schulsozialarbeiterin arbeitet, demütigte den Jungen mehrfach. Wenn er ins Bett genässt hatte, duschte sie ihn kalt ab, sperrte ihn nackt aus dem Heim aus und ließ ihn aus einem Hundenapf essen.

Der Tatzeitraum liegt laut Freie Presse im ersten Halbjahr 2018. Als die Vorwürfe bekannt wurde, wurde der Frau gekündigt.

Vor dem Amtsgericht Auerbach gab die 30-Jährige alles zu. Sie sei in ihrer Funktion als Teamleiterin überfordert gewesen und wollte durch Strenge die Kontrolle behalten.

Am Ende wurde das Verfahren gegen die Zahlung einer Geldstrafe von 3000 Euro eingestellt. Das Geld geht an die "Wünschewagen"-Aktion des Arbeiter-Samariter-Bundes und die Opferhilfe Sachsen.

Titelfoto: 123RF, Elena Nichizhenova

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