Baum-Rätsel: Wer sägt heimlich in Auerswalde?

Lichtenau - Rätselraten um radikal gestutzte Bäume im Ortsteil Auerswalde: Immer wieder greift an der Chemnitzer Landstraße ein großer Unbekannter zur Säge und stutzt drei Bäume bis auf den Stamm zurück.

Rätselhafter Baumschnitt in Auerswalde: Wer ist für diesen Kahlschlag verantwortlich?
Rätselhafter Baumschnitt in Auerswalde: Wer ist für diesen Kahlschlag verantwortlich?  © Maik Börner

Gemeinderat Michael Müller (43, AfD) reichte es jetzt. Er fragte in der Ratssitzung nach dem Säger von Auerswalde - und bekam keine Antwort.

Bauamtsleiter Kersten Pilz räumte in der Sitzung ein, dass die Bäume der Gemeinde gehören. "Aber wir haben sie nicht abgesägt." Hauptamtsleiter Martin Lohse (32) fügte hinzu: "Wir wissen tatsächlich nicht, wer es war."

Eine Gemeinderätin, die nicht genannt werden will, vermutet Anwohner hinter der Aktion: "Das geht seit Jahren so. Bürger wollen wohl freie Sicht haben und beschneiden Esche, Eiche und Buche. Wir Auerswalder schmunzeln darüber."

AfD-Mann Müller bezweifelt das: "Anwohner sprachen mich ja an und fragten, wer die Bäume so verstümmelt. Dieser derbe Rückschnitt sieht nicht schön aus - wie ein Strommast ohne Leitungen."

Für den Gemeinderat ist das Sachbeschädigung. Zudem seien die Bäume in Gefahr. "Ich fände es gut, wenn die Gemeinde Lichtenau ihre Rechte an den eigenen Bäumen durchsetzen würde."

Gemeinderat Michael Müller (43, AfD) ärgert sich über die radikale Aktion.
Gemeinderat Michael Müller (43, AfD) ärgert sich über die radikale Aktion.  © Maik Börner

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