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Auf dem Abstellgleis: Notfallseelsorger sterben aus

Für viele sind sie ein rettender Anker in den tiefsten Krisen. Doch die Notfallseelsorge plagen ernsthafte Nachwuchsprobleme.

Von Angelo Cali

Seelenretter in der Not. Für viele Trauernde ist der Notfallseelsorger ein wichtiger Baustein bei der Schmerzverwindung (Symbolbild).
Seelenretter in der Not. Für viele Trauernde ist der Notfallseelsorger ein wichtiger Baustein bei der Schmerzverwindung (Symbolbild).

Wiesbaden - Für Menschen die besonders traumatische Erlebnisse, wie den unerwarteten Tod eines geliebten Menschen, verarbeiten müssen, ist die Notfallseelsorge eine Art psychologischer Rettungsanker. Doch die Zahl der Helfer wird immer geringer.

Die hauptberufliche Verwaltungsfachwirtin und freiwillige Notfallseelsorgerin beim Verein Seelsorge in Notfällen aus Wiesbaden berichtete von einem Vater, der den Tod seiner vierjährigen Tochter in einem Schwimmbad nicht verhindern konnte.

"Er wollte sofort zu seinem Kind, durfte aber den Notarzt nicht behindern", erzählte Baum. "Ich habe ihm dann versprochen, alles dafür zu tun, dass er seine Tochter noch einmal sehen darf, bevor sie zur Obduktion kommt", fügte sie hinzu.

Einen Funkmelder tragen die ehrenamtlichen Helfer während des Bereitschaftsdienstes stets bei sich. So können sie jederzeit kontaktiert werden. "Man darf während der Bereitschaft etwas unternehmen, aber man sollte immer schnell wieder im Auto sitzen können", so die 41-Jährige. Selbst steht sie dem Dienst zwei bis drei Mal pro Woche zur Verfügung. Die Zahl der rund 120 Einsätze ihres Vereins sei seit Jahren recht konstant. In der Regel handele es sich um Todesfälle in der Familie.

Doch die Notfallseelsorge plagen Nachwuchssorgen. Aktuell sind neben Baum rund 20 weitere Helfer regelmäßig im Dienst. In Hessen gibt es laut dem Beauftragten für Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche Andreas Mann 24 dieser Gruppen. In diesen seien zirka 600 Seelsorger aktiv, neue Ehrenamtler zu gewinnen würde jedoch zusehends schwieriger.

Ein weiteres Problem: Pfarrer und Priester sind in Hessen nicht dazu verpflichtet Notfallseelsorge zu leisten. "Das heißt, kaum ein hauptamtlicher Pfarrer ist dazu bereit", stellt Mann bedauernd fest. Fortbildungen und finanzielle Unterstützung für die Zeit der Rufbereitschaft sollen nun neue Anreize schaffen.

Maßnahmen wie Fortbildungen und finanzielle Zuwendungen sollen das Ehrenamt attraktiver machen (Symbolbild).
Maßnahmen wie Fortbildungen und finanzielle Zuwendungen sollen das Ehrenamt attraktiver machen (Symbolbild).

Auch die Polizei schätzt die Unterstützung für Trauernde sehr. Für sie sind die Notfallseelsorger "hoch geschätzte Partner", erklärt der hessische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Andreas Grün. "Sie erleichtern und professionalisieren die Arbeit der Polizei gerade bei der Überbringung von Todesnachrichten."

Ihre Jacke mit der Aufschrift "Notfallseelsorge" ist für Baum wie eine Uniform. "Dann bin ich in meiner Funktion und nur für die Betroffenen da", sagt sie. "Hinterher gehe ich nach Hause, spreche vielleicht mit Teamkollegen darüber, ziehe meine Jacke aus und bin wieder die Privatperson." Die mentalen Belastungen machen sich aber auch bei den Helfern bemerkbar. So fühle sich Baum nach jedem Einsatz "wie nach einem Marathonlauf." Das Gespräch mit Kollegen oder gar einem Psychologen sei ebenfalls unabdingbar.

Für die Ehrenamtler sei das Stillschweigen der Hinterbliebenen nach einem Trauermoment weitaus schwieriger zu ertragen als das Gespräch mit ihnen. "Im schlimmsten Fall sitzt man erst mal zehn Minuten neben jemanden, der weint oder schweigt gemeinsam." Und auch das gemeinsame Gebet lehnt Baum nicht ab. "Wenn ich feststelle, dass das jemandem hilft, beten wir gemeinsam." Letztlich ruft der Notfallseelsorger Bekannte und Verwandte hinzu, die den Trauernden zusätzlich beistehen können.

Oberste Priorität für die Trauernden hat laut Baum die Tatsache, sich von den Verstorbenen verabschieden zu können. "Es geht darum, zu realisieren, dass die Person wirklich tot ist und man als Angehöriger loslassen muss", erklärte sie. So wie der Vater des Mädchens im Schwimmbad, der dank Baum doch noch die Chance bekam, einen letzten Blick auf seine Tochter zu werfen.

Wer sich ebenfalls sozial engagieren und Menschen in seelischen Notfallsituationen helfen möchte, kann sich auf der Homepage des Vereins Seelsorge in Notfällen Wiesbaden über die Ausbildung zum Notfallseelsorger informieren.

Fotos: DPA/Norbert Försterling, DPA

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