So arbeiten die Jungs von der sächsischen Grenzpolizei

Die Bundespolizisten Daniel Griepentrog (41) und Sven Levora (44) beobachten den Verkehr am Drei-Länder-Eck.
Die Bundespolizisten Daniel Griepentrog (41) und Sven Levora (44) beobachten den Verkehr am Drei-Länder-Eck.  © Norbert Neumann

Pirna/Görlitz - Sie agieren eigenständig und suchen ihre Ziele selbst: Die Beamten der "Gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz“ ("Gego“) - eine Kooperation der Bundespolizeidirektion Pirna und der Polizeidirektion Görlitz unter Leitung der Bundespolizei - sind rund um die Uhr im Einsatz.

Je sechs uniformierte Beamte der Bundes- und Landespolizei bestreifen das Grenzgebiet zu Polen und Tschechien. Ihr Schwerpunkt: Kampf gegen Einbrüche, Autoklau, Diebstahl, Drogen, illegale Einreisen ...

Am Rande von Hirschfelde liegt ihr Revier. Dort, wo man vielleicht das Ende der Welt erwartet hätte, geht es hoch her.

Die Chefin, Bundespolizistin Madlen Friedrich (41), schaut mit ihren "Jungs“ auf die Lage.

Sven Levora kontrolliert einen Ausweis.
Sven Levora kontrolliert einen Ausweis.  © Norbert Neumann

Die Einsätze werden festgelegt. Die sind jeden Tag anders. Denn die immer im Bundes-Landespolizei-Duo eingesetzten Beamten sind dort präsent, wo gerade viel passiert oder Kräfte der traditionellen Reviere fehlen.

Das Duo aus Bundespolizist Sven Levora (44) und seinem Kollegen der Landespolizei, Daniel Griepentrog (41), macht heute eine Kontrolle des Grenzübergangs Chopinstraße in Zittau.

"Die Straße mit den meisten Nacheilen“, wie Griepentrop die Verfolgungen nennt. Die beiden sind erfahren, kennen teilweise ihre "Pappenheimer“ und wissen, bei welchem Wetter besonders viel passiert.

"Polizeikontrolle! Ihren Ausweis, bitte!“, spricht Bundespolizist Sven Levora den Fahrer eines Audi A3 an.





Daniel Griepentrog (r.) und Sven 
Levora sind auch im Gelände 
aktiv.
Daniel Griepentrog (r.) und Sven Levora sind auch im Gelände aktiv.  © Norbert Neumann

Inzwischen piept eines der Funkgeräte. Kollegen haben einen Fang gemacht und brauchen Unterstützung bei der Überprüfung. Der Audi-Fahrer indes ist sauber, er darf weiterfahren.

Flexibilität ist das Markenzeichen der "Gego“, wie die im Juli 2013 gegründete Gruppe genannt wird. 30 Kontrollen macht jede Streife durchschnittlich in einer Schicht, es sind bis zu fünf Streifen gleichzeitig unterwegs.

Allein im ersten Halbjahr 2016 stellte die "Gego“ 86 Straftaten fest, erwischte 20 Personen, die zur Fahndung ausgeschrieben waren, und schlug sich mit unzähligen Ordnungswidrigkeiten herum.

Derzeit sind Laubeneinbrüche und Fahrradklau der Hit. Doch auch Crystaldelikte und unerlaubte Einreisen werden mehr. Dennoch: Jedes Jahr muss von den Polizeipräsidenten erneut das Fortbestehen der Einsatzgruppe abgesegnet werden.

Sorgen machen sich die Polizisten aber nicht: "Wir sind erfolgreich“, so Madlen Friedrich.





Gut ausgerüstet: Das Arsenal von Daniel Griepentrog (41).
Gut ausgerüstet: Das Arsenal von Daniel Griepentrog (41).  © Norbert Neumann

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