Linken-Chef Bartsch kritisiert Aufnahmestopp für Flüchtlinge in Cottbus scharf

Linken-Fraktionschef Bartsch kritisiert das Vorgehen in Cottbus.
Linken-Fraktionschef Bartsch kritisiert das Vorgehen in Cottbus.  © DPA (Bildmontage)

Cottbus - Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen und die sich zuspitzende Situation in Cottbus. Jetzt hat sich auch Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch (59) mahnend zu Wort gemeldet.

Wie TAG24 berichtete, waren immer wieder deutsche Jugendliche und zumeist syrische Flüchtlinge aneinander geraten – teils waren sogar Messer im Spiel.

Rechte Gruppen gingen auf die Straßen, um ihrem Unmut und ihrer Wut freien Lauf zu lassen.

Scharfe Kritik von Linken-Chef Bartsch an Aufnahmestopp für Flüchtlinge in Cottbus

Das Land Brandenburg hatte daraufhin entschieden, vorerst keine weiteren Flüchtlinge mehr aus der zentralen Erstaufnahmestelle nach Cottbus zu schicken.

Deshalb hat Linken-Chef Bartsch jetzt Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (63, SPD) und den Cottbusser Oberbürgermeister Holger Kelch (50, CDU) kritisiert.

Martina Renner am Rednerpult im Deutschen Bundestag.
Martina Renner am Rednerpult im Deutschen Bundestag.  © DPA

"SPD und CDU sollen nicht dem rechten Zeitgeist nachgeben, sondern Haltung zeigen", warnte Bartsch im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Der Bundespolitiker weiter: "Dem Ziel der Rechtsradikalen, sogenannte national befreite Zonen zu schaffen, darf niemand auch nur einen Millimeter entgegen kommen. Cottbus ist und bleibt eine weltoffene Stadt."

Als Belohnung für die "rassistische Mobilmachung" bezeichnete Linken-Innenexpertin Martina Renner (50) den verhängten Aufnahmestopp für Flüchtlinge in Cottbus.

Sie forderte Stadtverwaltung und Landesregierung auf, Zivilgesellschaft, Flüchtlingsberatung und kommunale Infrastruktur zu stärken: "Angriffe gegen Geflohene, Unterstützer und Pressevertreter müssen entschieden verfolgt werden. Die Ereignisse der letzten Wochen kamen nicht unerwartet."

Schließlich sei Cottbus schon länger ein Hotspot rechtsextremer Organisierung, so Renner im RND.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)

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