Riesenzoff um kleinen Aufsteller: Bäcker verärgert über Zettelwirtschaft

Pirna - "Zwei Stunden Arbeitsaufwand und jede Menge Zettelwirtschaft", ärgert sich Bäckermeister Erik Spiegelhauer (28). Die neueste Post aus dem Pirnaer Rathaus lässt ihn verzweifeln.

Bäckermeister Erik Spiegelhauer (28) packt seinen Aufsteller ein.
Bäckermeister Erik Spiegelhauer (28) packt seinen Aufsteller ein.  © Christian Juppe

Es geht um einen Aussteller vor seinem Ladengeschäft in der Bahnhofstraße. "Der steht doch schon seit vielen Jahren", sagt Spiegelhauer. "Dass wir dafür eine Nutzungserlaubnis beantragen müssen, weil wir öffentlichen Raum nutzen, ist klar."

Allerdings musste der Bäcker bereits 2018 Grund, Art und Umfang der Nutzung, Dauer und Art des Ausstellers genau beschreiben.

"Jetzt mussten wir das aber schon wieder tun", so Spiegelhauer. "Obwohl sich an den Rahmenbedingungen nichts geändert hat. Selber Ort, selber Aufstand. Wir fühlen uns durch die Stadt mit solchen Schreiben belästigt." Diesen Ärger habe er in den Jahren zuvor nicht gehabt.

Im Rathaus versteht man das Problem nicht so ganz. "Dass Genehmigungen nicht bis auf Widerruf erteilt werden, hat einen Grund", so Sprecherin Jekaterina Nikitin. "In Pirna kann man flexibel auch tage- oder monatsweise beantragen, wenn man die tatsächliche Nutzungsdauer absehen kann.

Das entbürokratisiert, da kein Aufwand durch Rückzahlungen entsteht." Der Bäckermeister sieht den Aufwand für sich als zu groß. "Wir räumen den Aussteller lieber weg."

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